Gemeinsam für Wesel

SPD Themenabend: "Torismus, Freizeit und Umwelt"

SPD Ortsverein Bislich-Flüren

       Die Kandidaten für Bislich-Flüren: Ulrich Marose...Waltraut Holzwardt...Wolfgang Haenel

                                

 

 

 

 

 

Sanfter Tourismus statt Rummelplätze wie in Xanten

SPD diskutierte und stellte fest: „Es gibt in der Aue genug Trubel". Nur ein umweltverträglicher Ausbau kommt in Frage

Von Petra Herzog

Wesel Die Übernachtungszahlen steigen, was nicht zuletzt an dem gu­ten Hotelangebot, der Grav-lnsel, den vielen Ferienwohnungen, aber natürlich auch an den Radwegen und der schönen Landschaft liegt. Die touristische Destination Nieder­rhein wird mehr und mehr entdeckt, wie Bürgermeisterin Ulrike West­kamp (SPD) beim Thernenabend „Tourismus, Freizeit und Umwelt" des SPD-Ortsvereins Bislich-Flüren in der Bislicher Gaststätte Pooth sag­te. Dabei setzte sie gleich klare Gren­zen; Förderung des Tourismus ja, aber kein Ausbau um jeden Preis. Umweltverträglich müsse er sein. Damit punktete die Chefin der Stadtverwaltung vor allem bei Peter Malzbender vom Naturschutzbund, der als Positivbeispiel für eine gere­gelte Freizeitnutzung den Diersfordter Waldsee nannte. Neun Schwarzkopfmöwenpaare brüteten hier zum Beispiel, die größte Kolonie im Bin­nenland weit und breit, und fünf Weißwangengänsepaare. Das sei nur mit einem Besucherlenkungs­konzept zu erreichen. Am Auesee funktioniere dagegen vieles nicht. Positiv hob Malzbender unsere nie­derländischen Nachbarn hervor. Dort finde man abends am Strand vielleicht eine Plastikflasche, „am Auesee können Sie einen Container hinstellen". Auch die Störche in Bis­lich gebe es nur, weil das Futterange­bot stimme. Das ändere sieh dann, wenn wie kürzlich - ein Landwirt Pestizide ausbringe.

„Das ist ja wie im Urlaub" - diesen Satz bekommt Jörg Hüting von der Firma Hülskens fast immer zu hö­ren, wenn auswärtiger Besuch da ist. Er schwärmt wie viele von der wun­derschönen Natur, und Beate Bö­ckeis von der Holemans-Gruppe verweist auf das Verschwinden von Zäunen und das Anlegen von Aus­sichtsplattformen an den Bagger­seen. Doch ohne Konzept geht gar nichts, findet Westkamp, die ein Ju­gendgästehaus, das die CDU für die Aue fordert, entschieden ablehnt. „Es gibt in der Aue genug Trubel", findet sie, „und am Lippehafen eine Übemachtungsmöglichkeit für Ju­gendliche". Unterstützung erhielt sie von SPD-Fraktionschef Ludger Hovest; „Bislich ist etwas Besonderes, was man nicht mit Xanten und ande­ren Rummelplätzen vergleichen kann." Deshalb soll hier auch kein Gewässer nach dem Vorbild des Auesees entstehen, auch keine Was­serskianlage. Und Waltraut Holzwarth, SPD-Kandidatin in Bislich, ist dafür „unseren Stil beizubehal­ten". Eine Bislicherin teilte mit, dass die Einwände der Anwohner gegen den Badestrand an dieser Stelle ig­noriert worden seien. Sie solle sich sofort melden, wenn am Ellerdonksee etwas aus dem Ruder laufe, hieß es. Ab Juli werden die Bislicher hier voraussichtlich schwimmen kön­nen.


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