Gemeinsam für Wesel

Der falsche Weg für den geplanten Castrotransport

"In Jülich lagere das Material sicher" so Ludger Hovest

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

 

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Kein zweites Wendland am Niederrhein

Lokalpolitiker lehnen Castortransporte durch den Kreis Wesel ab

Kreis Wesel. Für den Weseler SPD-Fraktionsvorsitzenden Ludger Hovest ist der geplante Weg der hoch radioaktiven Behälter vom Reaktor Jülich ins Zwischenlager Ahaus über Wesel eindeutig der falsche. Dabei würden bürokratische Gründe vorgeschoben, denn in Jülich lagere das Material sicher. Es könne dort bleiben, bis ein Endlager gefunden sei, findet der Sozialdemokrat, der sich gegen den Castortransport über den Niederrhein wehrt.

In Wesel sei ohnehin auf der Schiene Schluss, so dass die Fahrt dann weiter über Bundesstraßen und Autobahnen gehen müsse. Mit der vorgesehenen Verlagerung werde Volkseigentum gefährdet und die Polizei mit Aufgaben behelligt, für die sie gar keine Kapazitäten habe. Hovest kündigte an, Widerstand zu leisten. Dies will er auch über den Weseler Landtagsabgeordneten Norbert Meesters tun, der direkt Einfluss beim Land nehmen soll.

Castortransporte auf der neuen Rheinbrücke? Ein Gedanke, der Hubert Kück gar nicht gefällt. Der Sprecher der Grünen-Kreistagsfraktion bewertet die von Bundesumweltminister Norbert Röttgen ins Gespräch gebrachte Transport von Jülich nach Ahaus als „absoluten Irrsinn".

Der Minister, gleichzeitig Vorsitzender der Landes-CDU in NRW, sei dabei, am Niederrhein ein zweites Wendland aufzumachen, so Kück. Es mache keinen Sinn, die Castoren ein paar Kilometer zu verlagern, schon gar nicht, wenn sie per Laster über öffentliche Straßen transportiert werden müssen. Das sei hochgefährlich und führe zu einem massiven Polizeieinsatz.

Auf das Land NRW würden enorme Kosten zukommen, wenn die Pläne umgesetzt werden, meint Kück. Wenn die Behälter unbedingt aus dem Reaktor in Jülich abtransportiert werden müssen, dann in ein Endlager. Das ist aber die Anlage in Ahaus nicht. P.H./mt

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

 

 

 

 


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