Gemeinsam für Wesel

Offene SPD-Fraktionssitzung mit Vertretern der Kiesindustrie am Niederrhein

Presseberichte und Erklärung "Zukunft Niederrhein"

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Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Kiesabbau

Industrie oder Tourismus

Wesel. Die Kiesindustrie ist ein großer Arbeitgeber, insbesondere in Wesel. Allein in den Unternehmen am Niederrhein sind rund 3000 Menschen beschäftigt, weitere 7000 arbeiten in Firmen, die Kies und Sand verarbeiten.   weiter...

 

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Kampf gegen den Kies-Euro: Auskieser setzen auf die SPD

VON THOMAS HESSE

WESEl Der Gegenwind erhob sich im letzten Jahr wie ein Sandsturm und kam ebenso plötzlich. Nun sieht sich die Kiesindustrie am Nieder­rhein, wo Europas größte zusam­menhängende Lagerstätte für Kiese und Sande zu finden ist, im Protest­sturm gegen neue Auskiesungen „zu Unrecht" an den Pranger ge­stellt. Das Image hat so arg gelitten, dass sich die heimischen Traditi­onsfirmen zu einer nie dagewese­nen Sympathie-Kampagne (Initia­tive „Zukunft Niederrhein") in eige­ner Sache entschlossen haben. Ver­treter der hiesigen Auskieser Hülskens, Suhrborg, Menting & Bresser sowie RMKS waren Montag zu Gast bei der SPD-Fraktion. Erstens, weil Wesels Sozialdemokraten seit lan­gem Seit' an Seit' mit den wichtigen Arbeitgebern stehen. Zweitens weil politischer Rückenwind immer ge­braucht wird, wenn sich die Roh­stofffirmen bedrängt sehen.

„Behandelt wie Vogelfreie"

„Unser Image ging letztes Jahr richtig runter, wir wurden wie Vo­gelfreie behandelt - auch in den Verwaltungen", weiß Jörg Hüting, einer der Geschäftsführer des We­seler Unternehmens Hülskens. Zwar gibt es noch genug Abgrabungsflächen, aber die sind end­lich, und die Unternehmen sehen sich in einem Schrumpfungsprozess, der auch die Zulieferer betrifft. Hülskens-Chef Michael Schulz for­derte nicht nur mehr Anerkennung, sondern nannte auch ambitionierte Ziele - mit der Politik. „Beim Kies-Euro setze ich auf die SPD. Wenn eine Tonne Kies acht Euro kostet, der Aufschlag dazu kommt, kann ich ausrechnen, wann rote Zahlen entstehen und Auskiesun­gen geschlossen werden", sagte er. Es könne der „Wahnsinn" passie­ren, dass dann kostengünstiger Kies und Sand von außerhalb an den Niederrhein transportiert werden, während hier die Lagerstätten brach liegen. Niedersachsen etwa kenne keinen Kies-Euro. Neuestes Problem: das Wasserentnahmeent­gelt-Gesetz mit 30 Prozent Mehr­kosten. Schulz. „Wir wollen fair be­handelt werden und eine Ausnah­me erhalten - wie z.B. Kraftwerke." Die SPD helfe gerne weiter, so Frak­tionschef Ludger Hovest: „Eine Steuer, die auf Bestrafung hinaus­läuft, ist Unsinn."

Bessere Wertschöpfungskette

Er findet mit seinem kürzlichen Vorstoß Zustimmung, Auskiesun­gen zu ermöglichen (Bislich-Vahnum), wenn die Unternehmen den Deichbau bezahlen. Tourismus und Wassersport ist für sie weiterer Teil der Zukunft. Diese Zielrichtung unterstützt auch SPD-Rats- und Kreistagsmitglied Willi Trippe, der Planungssicherheit forderte. Aller­dings ist auch die Industrie gefor­dert. Hugo Lemken (Heimarverein Bislich) vermisst eine verbesserte Wertschöpfungskette: „Mehr Roh­stoff muss vor Ort verarbeitet wer­den, das schafft Jobs." Beim Hülskens-Betriebsrat wird das Thema Wertschöpfung gerne gehört. Seine Meinung: „Die Zukunft kann nur der Tourismus sein. Das negative Image wundert uns Beschäftigte. Wir sind stolz auf das, was wir ge­schaffen haben - auch was die Na­tur betrifft. Siehe den Auesee und den Diersfordter Waldsee."

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