Gemeinsam für Wesel

Gestaltung und Bau einer Gabionenwand an der Bislicher Straße

SPD-Ratsmiglied
Thorsten Albrecht
Im Kathenbusch 29
46487 Wesel                                                                                     

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

hiermit beantrage ich die Gestaltung und den Bau einer Gabionenwand (Steine im Drahtkäfig) entlang eines Teilstücks der Bislicher Straße. Die Wand soll südlich der Einmündung des Ziegeleiwegs an der östlichen Seite des Bislicher Straße entstehen. Die Bislicher Straße ist an dieser Stelle deutlich erhöht zur Weseler Aue. Aus Fahrtrichtung Bislich kommend handelt es sich hier um eine langgezogene Linkskurve, die in das Zentrum des Ortsteils Flüren führt. Die Gabionenwand soll stadtplanerisch gestaltet werden.

Begründung:

Im Zuge der Entwicklung eines sanften Tourismus nimmt Flüren eine wichtige Rolle ein, liegt der Ortsteil doch auf dem Radweg zwischen Wesel-Zentrum und Bislich unmittelbar am Auesee. Durch die auffällige Gestaltung der Wand soll sie Radfahrer eine Landmarke sein, die angesteuert wird, um im Ortsteil auf dem Markt eine Zwischenstation einzulegen, um beispielsweise die gastronomischen Angebote zu nutzen.

Aus Bislich kommend gibt es auf der Bislicher Straße nur wenige Bebauung. Lediglich auf der  linken (nördlichen) Straßenseite stehen einige Wohngebäude. Die Sicht auf die Gebäude ist durch einen ehemaligen Deich versperrt. Von Autofahrern wird die Bislicher Straße als Landstraße wahrgenommen. Die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometern pro Stunde kurz vor der Linkskurve findet kaum Beachtung. Die Gabionenwand soll ein deutlich sichtbares Zeichen sein, dass sich die Autofahrer innerhalb einer geschlossenen Ortschaft befinden und es ratsam ist, das Tempo zu reduzieren.

Insbesondere während der Sommermonate ist die Bislicher Straße durch den Zubringerverkehr zum Campingplatz Grav-Insel stark frequentiert. Durch die topografische Höhe der Straße wird der Verkehrslärm weit in die Aue getragen.  Die Gabionenwand soll einen Beitrag zum Lärmschutz leisten und somit die Aufenthaltsqualität in der Aue deutlich steigern.

Optimaler Weise wird die Gabionenwand mit Steinen aus der Kiesindustrie gefüllt. Damit wird eine Verbindung zur Entstehungsgeschichte des Auesees geschaffen. Durch die Sonneneinstrahlung wärmt sich die Gabionenwand während des Sommers auf. Insbesondere für Insekten und Kleintiere entsteht somit ein hervorragender Lebensraum.

Bei der Gestaltung der Gabionenwand kann ein anliegendes Grundstück einbezogen werden. Durch eine ökologische Aufwertung wird sowohl ein Beitrag für den Naturschutz und für die Aufenthaltsqualität geleistet.

Eine Finanzierung aus Leader-Mitteln und aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz sollte geprüft werden. Im Kommunalinvestitionsfördergesetz heißt es zu den Förderbereichen: „b) Lärmbekämpfung, insbesondere bei Straßen, ohne Schutz vor verhaltensbezogenem Lärm Aktive und passive Schallschutzmaßnahmen (z.B. Schallschutzwände, Schallschutzfenster), Maßnahmen zur Vermeidung oder Verminderung des Verkehrs  oder zu seiner  Verstetigung, Maßnahmen  zur Geschwindigkeitsreduzierung.“

Zudem können Unternehmen der Kiesindustrie als mögliche Sponsoren angesprochen werden.

LOKALKOMPASS

NRZ 22.01.2016

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