Gemeinsam für Wesel

Sanfter Tourismus

Naturerlebnis Diersfordter Wald

    


 

 

 

Neue Wege im Wildgatter sind touristisches Highlight

Wahlkämpfende SPD informierte sich bei einem Spaziergang über die Entwicklung des Diersfordter Waldes.

VON KLAUS NIKOLEI

WESEL In Wesel gibt es neben Dom, Berliner Tor, Zitadelle und der Aue auch eine Reihe Sehenswürdigkei­ten, die weniger bekannt sind. Die im vergangenen Jahr eröffnete Hirschkäferroute (gut befahrbar für Rollstuhlfahrer) und der Moorerleb­nisweg im Diersfordter Wildgatter gehören zweifelsohne dazu. Vor al­lem für Naturfreunde ist der Besuch der rund 350 Hektar großen Wald-, Dünen- und Heidelandschaft ein echtes Erlebnis.

Für die wahlkämpfende SPD ist der Diersfordter Wald ein Highlight des „sanften Tourismus'". Gestern ließen sich unter anderem Frakti­onschef Ludger Hovest, Bürger­meisterin Ulrike Westkamp und ei­nige Ratsleute von Wilhelm Itjeshorst (Bio-Station) bei einem Spa­ziergang im Detail über das Natur­erlebnis Diersfordter Wald infor­mieren. Und dabei erfuhren sie unter anderem, dass noch in diesem Jahr im Bereich des neuen Holzboh­lenweges Heideflächen neu ange­legt werden und mit dem Bau einer neuen Beobachtungskanzel begon­nen werden soll. Das Geld dazu stammt aus dem mit EU-Mitteln ge­förderten Lifeplus-Projekt „Boden­saure Eichenwälder" (RP berichtete mehrfach ausführlich).

Start und Ziel der Tour war der Parkplatz am Nordeingang des Wildgatters (Straße: Bislicher Wald) gegenüber dem ehemaligen Muniti­onsdepot. Itjeshorst ließ seine Zu­hörer wissen, dass der Diersfordter Wald wohl über die größte Hirsch­käfer-Population in NRW verfügt. „Die Larven der Käfer benötigen nämlich morsches Eichenholz. Und das gibt es hier."

Neben Eichen und Birken gibt es im Wildgehege noch auffallend vie­le Kiefern. Eine Baumart, die im 19. Jahrhundert als Nutzholz ange­pflanzt wurde und die nun peu ä peu gegen Eichen ausgetauscht werden soll. Begeistert zeigten sich die Genossen von dem wunderba­ren Blick, der einen erwartet, wenn man die Düne unweit des ehemali­gen Stemkenshof erklommen hat. Wald, Heide- und Moorflächen wechseln sich ab mit Wasserflä­chen.

Dass unter den Kiefern und Ei­chen so gut wie kein Strauchwerk z.u finden ist, hat nach Auskunft von It­jeshorst mit der hohen Wildpopula­tion im Gatter zu tun. Die Geweih-träger lassen sich die jungen Triebe schmecken.

Ebenfalls interessant: Das Land Nordrhein-Westfalen, so ließ Itjrs hörst seine Gäste wissen, macht' sich Hoffnung, den bislang nur ge­pachteten   Diersfordter  Wald   i r gendwann käuflich  erwerben   /.u können. Noch aber befindet er sich im Eigentum des unweit von Frankfürt am Main lebenden Dr. Alex;m der Graf zu Stolberg-Wernigeiode.

 

 


 


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