Gemeinsam für Wesel

Einsatz der Stadtwacht um den Auesee und Lippemündungsraum

Antrag zur HFA-Sitzung am 4. September 2018

...und RP Pressebericht

Ludger Hovest

Bürgermeisterin
Ulrike Westkamp
im Hause

16. August 2018


Antrag zur HFA-Sitzung am 4. September 2018


Sehr geehrte Frau Westkamp,

wir beantragen den Tagesordnungspunkt Einsatz der Stadtwacht und Sicherheit um den Auesee und Lippemündungsraum auf die Tagesordnung zu nehmen.

In einem doch sehr großen Ausmaß erreichen uns Beschwerden von Bürger*innen, dass im Lippemündungsraum und besonders um den Auesee in den letzten Monaten Dinge passieren, die nicht erlaubt sind.

Die SPD-Wesel ist ausdrücklich der Meinung, dass das nicht geduldet werden kann. Auch die rund um den Auesee aktiven Vereine beschweren sich über wiederholte Belästigungen von Mädchen und Frauen.

Wir beantragen, dass die Stadt Wesel sich kurzfristig mit den Vereinen zu einem Meinungsaustausch zusammensetzt.

Wir erwarten in der Sitzung einen Bericht, über die Aktivitäten der Stadtwacht um den Auesee. Muss hier nachgebessert werden?

Wir erwarten von der Verwaltung eine Einschätzung, ob die Stadtwacht den heutigen Anforderungen in der Stadt Wesel personell gewachsen ist oder nicht.

Sollte eine Aufstockung des Personals für die Ordnung und Sicherheit in der Stadt Wesel notwendig sein, erwarten wir zu den Haushaltsberatungen einen Vorschlag der Verwaltung.  

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest
Fraktionsvorsitzender

 

RP Pressebericht:

Mehr Stadtwacht für mehr Sicherheit?

Wesel Nach Hinweisen von Bürgern über Ärger am Auesee und im Lippemündungsraum will die SPD Aufklärung und gegebenenfalls weiteres Personal einstellen. Es geht auch um Belästigungen von Frauen und Mädchen.

Bei Hochbetrieb am Auesee läuft nicht immer alles so geordnet, wie es sein sollte. Dies hat auch die SPD-Fraktion vernommen. Zahlreiche Bürger hätten sich beschwert, dass sowohl um den Auesee, aber auch im Lippe-Mündungsraum „Dinge passieren, die nicht erlaubt sind“. Das könne nicht geduldet werden, heißt es in einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, auch die rund um den Auesee aktiven Vereine hätten sich zu Wort gemeldet und über wiederholte Belästigungen von Mädchen und Frauen berichtet. Nun soll sich die Stadt kurzfristig mit den Vereinen zu einem Meinungsaustausch zusammensetzen (wir berichteten). Zudem hätte die SPD gern für den Hauptausschuss am 4. September einen Bericht über die Aktivitäten der Stadtwacht am Auesee. Falls eine Aufstockung des Personals für die Ordnung und Sicherheit notwendig sei, erwarte die SPD zu den Haushaltsberatungen einen Vorschlag der Verwaltung.

Gerd Füting, Fachbereichsleiter und Chef der Stadtwacht, zu der momentan 4,5 Stellen gehören, ist nicht abgeneigt: „Je mehr Mitarbeiter wir haben, desto mehr können wir abdecken.“ Dabei hätten die Männer der Stadtwacht, die es in Wesel seit 15 Jahren gibt, „polizeiähnliche Befugnisse“, sagt er. Zunächst einmal suchten sie das Gespräch mit den Bürgern, klärten auf und griffen ein, wenn es sich um Verstöße in Sachen Sicherheit und Ordnung handelt. Das beginnt bei uneinsichtigen Hundebesitzern, die ihre Lieblinge trotz Leinenpflicht frei herumlaufen lassen oder die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen, und endet beim Trinkgelage mitten in der Stadt. Wer dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Die Fußgängerzone, der Heubergpark, die Aue, aber auch Bolz- und Spielplätze sind bevorzugte Ziele der Stadtwacht, und das nicht nur zu den Bürozeiten, sondern durchaus auch in den Abendstunden - egal ob zu Fuß oder mit dem Auto. Die Kernarbeitszeiten liegen zwischen 7 und 22 Uhr, manchmal sind die Tage sogar noch länger. Denn bei Veranstaltungen harrt die Stadtwacht bis zum bitteren Ende aus, weiß Füting. Das gilt natürlich auch für Wochenenden. Anders als Polizisten sind die Stadtwacht-Mitarbeiter nur mit einem Reizstoffsprühgerät bewaffnet. Zum Einsatz kam es noch nie, sagt Füting. Die Personalkosten betragen im Jahr 163.000 Euro. Hinzu kommen 10.000 Euro Sachkosten.

(P.H.)