Gemeinsam für Wesel

Der Radweg auf der alten Bahnlinie Wesel - Hünxe wird gebaut

Seit 10 Jahre bemüht sich der OV Wesel-Ost um die Realisierung

Wilhelm Bußmann, Ratsmitglied
Wilhelm Bußmann, Ratsmitglied

 

Am 02. 11. 2011 hat der Regionalverband Ruhr (RVR) die Arbeiten für den Ausbau des Rad- und Wanderweges auf der ehemaligen Bahntrasse von Wesel-Obrighoven bis nach Hünxe-Drevenack gestartet.

Der „Erste Spatenstich“ war das symbolische Durchsägen eines Birkenastes durch Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthövel, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Bürgermeister Hermann Hansen und Michael Düchting vom Kreis Wesel.

Seit zehn Jahren bemüht sich der SPD-Ortsverein Wesel-Ost um die Realisierung des Projektes beim RVR, der damals noch Kommunalverband Ruhr (KVR) hieß. Im Jahr 2001 stellte SPD-Ratsmitglied Wilhelm Bußmann den entsprechenden Antrag.

Zahlose Besprechungen mit mehreren Entscheidungsträgern und weitere Anträge durch die Ratsherren Wilhelm Bußmann und Peter Tebbe folgten.

Der Durchbruch kam in den letzten Jahren unter der Federführung von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Nach mehreren Verhandlungen konnte zwischen der Stadt Wesel und dem RVR schriftlich vereinbart werden, dass der RVR die Kosten für die Herstellung und die Stadt Wesel und die Gemeinde Hünxe die Kosten der Unterhaltung tragen.

Ein besonderer Knackpunkt war die Tatsache, dass die Trasse der ehemaligen Bahnlinie unter Denkmalschutz (Bodendenkmal) stand.

Nachdem hier nach vielen Gesprächen eine Lösung gefunden werden konnte und auch der Landschaftsschutz letztendlich zustimmte, war der Weg für den RVR frei, Fördermittel zu beantragen. Der Ausbau startet in Kürze mit dem Freischneiden der Trasse vom Aufwuchs. Dann geht es je nach Witterung Zug um Zug weiter mit den Erd-, Unterbau- und Deckenarbeiten.

Teilabschnitt des Radweges bei Dorsten
Teilabschnitt des Radweges bei Dorsten

 

Der Weg liegt nur ca. 550 m direkt auf dem alten Bahnkörper, ansonsten verläuft er unmittelbar neben der Gleistrasse.

Wurde zunächst der Ausbau der Strecke Hünxe-Drevenack bis zur RWE-Straße in Wesel-Obrighoven ins Auge gefasst, sieht der jetzige Plan die Erweiterung bis zum Aaper Weg vor. Ein besonderes Teilstück durch Waldgebiet neben der Bahnlinie, die dort noch aktiv vom RWE und dem historischen Schienenverkehr Wesel genutzt wird.

Der Ausbau wird 920.000 € kosten; das Land gibt 75 % Zuschuss.

Die Eröffnung des Rad- und Wanderweges ist für September 2012 geplant.

Etwa zeitgleich mit dem Baubeginn in Wesel und Hünxe plant der RVR, den Rad- und Wanderweg am östlichen Ende des Themenweges in Haltern am See weiterzuführen. Dieser sechs Kilometer lange Abschnitt wird in 2013 nutzbar sein. Das letzte verbleibende Teilstück in Dorsten zwischen der B 224 und der ehemaligen Zechenanlage Fürst Leopold wird bis 2015 realisiert.

Historie der Eisenbahnlinie

Es handelt sich dabei um die ehemalige Linie der Köln-Mindener Einsenbahngesellschaft. Im Zeitfenster um 1873 wurde die Strecke nach einem Planfeststellungsverfahren ausgebaut und versorgte die Ost-Westverbindung, zunächst hauptsächlich im Güterverkehr. Zeitweilig war sie sogar zweigleisig ausgebaut. Der Personenverkehr wurde 1963 eingestellt. Die Bahnwärterhäuschen, so genannte POSTEN, wurden abgebrochen.

Bedeutung und Auswirkungen

Der Güterverkehr wurde 1973 eingestellt. 1987/88 wurde der Radweg von Schermbeck bis Drevenack vom RVR hergestellt. Weitere Teilstücke sind schon in Dorsten und im Kreis Recklinghausen vorhanden. Alle zusammen ergeben eine rund 56 km lange Stecke für Radler und Wanderer, die die beiden Römerlage Xanten und Haltern verbindet.

Damit wird eine wichtige Ost-West-Verbindung hergestellt, die eine sichere Verbindung für Radfahrer und Wanderer ist, die bisher über den viel befahrenen Krudenburger Weg mussten.

Auf der Trasse werden nunmehr die Römerroute und die Niederrheinroute gebündelt. Mit der vorhandenen Lippefähre, dem Quertreiber, ist gleichzeitig für eine passende Nord-Süd-Verbindung gesorgt. Der Radweg ist durch die RWE-Straße optimal an die einen Kilometer weiter liegende Lippefähre angebunden.

Die Lippefähre wird sehr stark genutzt; an einem besonders schönen Sommertag wurden dieses Jahr 820 Passagiere gezählt.

Durch die Lippefähre ist auch eine direkte Anbindung der südlich verlaufenden Rotbach-Route möglich, eine sehr beliebte Route, über die man den Raum nördlich der Lippe nur auf dem Radweg neben der viel befahrenen B8 erreiche konnte.

Die Vernetzung der Strecken ist von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Der Tourismus wird gefördert, Besucher und Geld in die Region gespült.

 

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