Gemeinsam für Wesel

Die Weseler SPD möchte eine Aufwertung der Rheinpromenade

Das Abholzen zum Jahresbeginn war nötig, betont Ulrich Streich vom ASG Wesel

Dass die Rheinpromenade in ihrer ursprünglichen Erscheinung wieder ersteht ist unwahrscheinlich. Spaziergänger hoffen auf eine schöne Neugestaltung.

Rheinpromenade Wesel
Rheinpromenade Wesel

 

 

Rheinpromenade Wesel

 

Allee-Charakter oder mehr

WESEL (molo) Es sieht ungewohnt kahl aus an der Rheinpromenade. Beim Schlendern entlang des großen Stroms fehlt etwas. Dort, wo seit über 40 Jahren Pappeln das Bild prägten, stehen heute viele Baumstümpfe. Wie zukünftig die Rheinpromenade gestaltet wird, steht noch in den Sternen. Es gibt zwei Meinungen: einerseits Erhalt des Allee-Charakters, andererseits eine weitere Außengastronomie mit Blick aufs Wasser.

Die Weseler SPD möchte die Aufwertung des „touristischen Kernbereichs der Stadt" möglichst zügig auf die Tagesordnung für den Ausschuss für Stadtentwicklung bringen. Während über die Zukunft der Promenade nur spekuliert werden kann, kann über die Vergangenheit Klartext gesprochen werden.

 Am 27. Juni 1976 wurde das erste Teilstück der Rheinpromenade feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Vom Rheinbad bis zur ehemaligen Eisenbahnbrücke konnte, entlang der Allee, seitdem gemütlich geschlendert werden. Die Niederrhein-Idylle lud bereits damals zum gemütlichen Sonntagsspaziergang ein. Kein Wunder, dass sich viele Weselerüber das Abholzen der Bäume ärgerten.

Die Aktion zum Jahresbeginn war jedoch nötig, betont Ulrich Streich vom ASG Wesel. „Es handelte sich um Hybridpappeln, einer im Vergleich zur Schwarzpappel minderwertigen Sorte." Diese waren in der Anschaffung preiswert und wuchsen zudem schnell. Ein weiterer Punkt: Während die Schwarzpappel bis zu 150 Jahre alt werden kann, haben jene Bäume an der Rheinpromenade bereits ihre besten Jahre hinter sich. „Das bringt ein enormes Sicherheitsrisiko mit sich," erklärt Streich das. Abholzen. Ende August vergangenen Jahres sind beim Sturm einige der Pappeln umgekippt, eine von ihnen auf das Dach der Gastronomie „Q-Stall" des Welcome-Hotels. „Es gab Bruchstellen in den Baumkronen, so dass aus Sicherheitsgründen die Bäume gefällt werden mussten."

Blickfang: „River Lady"

Doch nicht nur die Pappeln prägten das Bild der Rheinpromenade. Am 19. März 1989 legte die „River Lady" für ihre erste Rundfahrt vom Steiger in Wesel ab. Das Fahrgastschiff wurde Ende der 70er Jahre vom damaligen Eigentümer nach einem originalen Bauplan eines Mississippi-Dampfers umgebaut. Einst in Bonn beheimatet, lädt sie seitdem hier zu Charterfahrten auf dem Rhein ein.

Die Zukunft wird zeigen, was mit der Rheinpromenade passieren wird. Momentan sieht es tatsächlich ein wenig trist aus, ein Dauerzustand soll es nicht bleiben. „Genau so, wie es war, war es am schönsten. Ich habe mich an die Pappeln gewöhnt," klagt Spaziergängerin Marion (42) und ist damit nicht alleine. Dass die Rheinpromenade in ihrer ursprünglichen Erscheinung wieder ersteht ist unwahrscheinlich. Spaziergänger hoffen auf eine schöne Neugestaltung.

 

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