Gemeinsam für Wesel

Taubenprojekt ist wichtig

Darauf wies SPD-Ratsherr Rolf Blommen jetzt im Ausschuss für Bürgerdienste und Sicherheit hin

Rolf Blommen, Ratsmitglied
Rolf Blommen, Ratsmitglied

 

Rolf Blommen, Ratsmitglied

12. Februar 2011

SPD alarmiert: „Taubenprojekt ohne Hilfe auf tönernen Füßen"

VON KLAUS NIKOLEI

WESEL Wie wichtig die Arbeit des Weseler Taubenprojektes von Initiatorin Silja Meyer-Suchsland ist, darauf wies SPD-Ratsherr Rolf Blommen jetzt im Ausschuss für Bürgerdienste und Sicherheit hin. „Bei der Säuberungsaktion eines Vordachs in der Fußgängerzone hat die Initiative ein sechs Jahre altes Taubennest mit verwesten Jungtauben und Berge von Taubenkot mit Ungeziefer entsorgt. So etwas passiert über den Köpfen von Menschen in der Fußgängerzone."

Da sich derzeit neben Meyer-Suchsland nur die Eheleute Sonja und Marcel Emmerichs ehrenamtlich um den Taubenschlag im Weseler Hafengebiet kümmern und die Stadt keine finanziellen Hilfen gewährt, steht das Projekt aus Sicht von Blommen „auf tönernen Füßen. Zumal, wenn das geplante zweite Taubenhaus auf dem Dach des Kaufhof-Parkdecks kommt".

Ganz so dramatisch sieht Juristin Silja Meyer-Suchsland die Sache zwar nicht, weil die Eheleute Emmerichs „auch in zwei Häusern die Gelege gegen Attrappen austauschen und die Tiere füttern können". Gleichwohl sind ehrenamtliche Helfer stets willkommen (Kontakt-Telefon 0281 4056363). „Es würde uns schon helfen, wenn sich vielleicht ein Rentner einige wenige Stunden pro Woche Zeit nehmen würde um beispielsweise Futter zu kaufen", so Meyer-Suchsland.

Seniorin beim Füttern ertappt

Da der Plan der Stadttauben-Arbeitsgruppe gescheitert ist, auf dem Dach der Post am Berliner Tor ein drittes Taubenhaus zu installieren, halten die Tierschützer jetzt am Bahnhof Ausschau nach einem geeigneten Platz. Die Finanzierung der Schläge zwei und drei ist durch Zusagen von Sponsoren, die nicht genannt werden wollen, gesichert.

Eine potenzielle ehrenamtliche Mitarbeiterin könnte eine ältere Dame sein, die kürzlich nachts um 1 Uhr von der Stadtwacht beobachtet wurde, wie sie im großen Stil Taubenfutter in der Fußgängerzone verteilt hat. „Wir haben gegen die Dame ein Verwarnungsverfahren eingeleitet und sie gebeten, sich mit Frau Meyer-Suchsland in Verbindung zu setzen", erklärte Ornungsdezernent Klaus Schütz im Ausschuss. Das ist allerdings bislang noch nicht geschehen.

Zum Vorschlag von Blommen, dem Verein für seine wichtige Aufgaben eine Ein-Euro-Kraft zur Seite zu stellen, erklärte Schütz, dass die Zahl der Ein-Euro-Stellen in nächster Zeit massiv zurückgehen werden.

 

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