Gemeinsam für Wesel

Neue Pläne des Bundesumweltamtes für die geplante Güterferntrasse Betuwe

{469_t_johanna_eckhardt.jpg}

Leserbrief zur Berichterstattung Betuwe linksrheinisch 

Als Ortsvereinsvorsitzende des am meisten von der Betuwe betroffenen Ortsvereins und als Gründungsmitglied der Bürgerinitiative „Betuwe – so nicht“ möchte ich mich zu den Berichten in der Presse von Dienstag zu Wort melden.

 Jahrelang haben  Bürgerinitiative und Politik sich für den Schutz der Bürger vor den Folgen des Streckenausbaus eingesetzt. Jahrelang hat die Bahn sich gewunden und gesträubt die bitter notwendigen Schutzmaßnahmen für Gesundheit, Lebensqualität und Hab und Gut der Anwohner der Bahnlinie zu schaffen.

 Nun endlich, da es ernst wird mit der Umsetzung – vorerst mit der Blockverdichtung – kommt dieses Gutachten auf den Tisch, das mich sehr verblüfft und mich auch sehr misstrauisch macht. Mit diesem Gutachten hat die Bahn die Möglichkeit, uns über Jahre weiter hinzuhalten, ehe für eine linksrheinische Strecke die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen wären. Jahrelang könnte die Bahn „unsere“ Hollandlinie ohne das dritte Gleis – wichtige Voraussetzung für Lärmschutz – weiter voll packen. Jahrelang müssten die Anwohner die Belastung durch die intensivierte Nutzung ertragen. Und am Ende könnte die Bahn womöglich argumentieren, dass die linksrheinische Strecke die rechtsrheinisch an der Bahnlinie Lebenden so entlaste, dass Lärmschutz überflüssig würde.

 Das darf nicht sein! Die Bahn will Gewinne machen, und das sei ihr unbenommen. Aber jeder, der Gewinne machen will, muss die notwendigen Investitionen tätigen. Dazu gehört im Falle der Bahn, dass sie den berechtigten Anspruch der Anlieger auf Schutz für Leib und Leben, für Hab und Gut endlich ernst nimmt und erfüllt.

{469_presse-logo-derwesten.gif}

Ärger über neuen Betuwe-Plan für Niederrhein