Gemeinsam für Wesel

Geologischer Pfad - Tourismuskonzept

Schreiben an die Bürgermeisterin

Antrag auf einen „Geologischen Pfad“, der die Erdgeschichte unseres Stadtgebietes darstellen sollte, in die Überlegungen zu einem Entwicklungskonzept für unsere Stadt einzubeziehen. Er wäre – neben dem Gewinn für uns Weseler - auch eine Attraktion für Touristen, die Wert auf ruhige Erholung legen und mehr über unsere Region wissen wollen Anlage: Das Géodrome

Hanne Eckhardt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende
Hanne Eckhardt, stellvertretende Fraktionsvorsitzende

 

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wesel

Frau

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp

Geologischer Pfad - Tourismuskonzept


Sehr geehrte Frau Westkamp,

die Diskussionen um den Auesee sind sicher wichtig und sinnvoll, allein schon deshalb, damit uns Weselern einmal mehr bewusst wird, welchen Schatz wir mit dem See haben, einen Schatz, der eigentlich gar nicht mehr gehoben werden muss.

Trotzdem gibt es gewiss Verbesserungsmöglichkeiten, die einer ruhigen Erholung nicht entgegenstehen, sondern unseren Genuss der Landschaft dort vertiefen können.

Deshalb beantrage ich einen „Geologischen Pfad“, der die Erdgeschichte unseres Stadtgebietes darstellen sollte, in die Überlegungen zu einem Entwicklungskonzept für unsere Stadt einzubeziehen. Er wäre – neben dem Gewinn für uns Weseler - auch eine Attraktion für Touristen, die Wert auf ruhige Erholung legen und mehr über unsere Region wissen wollen.

Ein „Geologischer Pfad“ - auf den wissenschaftlichen Grundlagen der Ausstellung „300 Millionen Jahre Wesel“ aus der zweiten Hälfte der 90er Jahr - wäre m.E. eine sinnvolle und gute Ergänzung zur ruhigen Nutzung unserer Aue. Aus Gesprächen mit Vertretern der Kiesindustrie weiß ich, dass dort auch Interesse und Bereitschaft der Beteiligung an der Erstellung eines solchen Pfades bestehen.

Der Pfad könnte auf ganz Wesel ausgeweitet werden und beispielsweise auch das „Schwarze Wasser“ und neue und alte Lippemündung einbeziehen.

Aus dem Prospekt eines geologischen Parks in Frankreich („Gèodrome“, Nähe Orleans), in dem die ganze Geologie des Landes dargestellt wird und den ich in meiner Übersetzung beifüge, geht hervor, dass eine solche Anlage geeignet ist, die Menschen – Einheimische wie auch Touristen - für die Erdgeschichte und für die industrielle Nutzung der Bodenschätze in unserer Region zu sensibilisieren und der Pfad könnte eine wunderbare Grundlage für den heimatkundlichen Unterricht in unseren Schulen darstellen. Die Übersetzung zeigt Möglichkeiten der Umsetzung auf und es ist auch vorstellbar, dass sich Lehrer finden, die entsprechendes Unterrichtsmaterial erstellen.


Mit freundlichen Grüßen,

Gez. Hanne Eckhardt

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

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Anlage:

Das Géodrome

Eine Weltpremiere

Frankreich - durch seine Steine erzählt

Aktivitäten des Géodromes

Praktische Informationen

Frankreich durch seine Steine erzählt

Ein begeisternder Besuch eines außergewöhnlichen Gartens

Einen Garten der Steine anzulegen auf einem Rastplatz der Autobahn um die geologischen Landschaften und die Schätze des Bodens von Frankreich kennen lernen zu lassen, das ist das gleichermaßen mutige und erfolgreiche Unternehmen von BRGM und COFIROUTE (Gaststätten- und Imbissketten an französischen Autobahnen).

Das Géodrome, wahrhaftig Frankreich in einer Miniatur auf 1ha, wo ein Meter zehn Kilometer in der Wirklichkeit repräsentiert, stellt das Relief und die bemerkenswertesten geologischen Landschaften unseres Landes dar. Rund 800 000 Tonnen Felsbrocken und Mineralien, roh behauen oder bearbeitet, in ihrer natürlichen pflanzlichen Umwelt dargestellt, legen so Zeugnis ab von unserer geologischen Geschichte.

Ausgewählte Steinblöcke sind dank der Mitwirkung von Bergwerken und Steinbruch-betreibern zusammengetragen und nach drei Kriterien ausgewählt worden:

- Die Eignung in pädagogischer Hinsicht, dass die Darstellung der Gesteine einfach einen Zugang zur Geschichte der Geologie Frankreichs ermöglicht

- Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das ökonomische oder industrielle Interesse an der Ausbeutung der Bodenschätze

- Die ästhetische Sorgfalt, die die Verwirklichung eines Gartens erfordert.

Foto: Granitkugeln von Sidobre im Zentralmassiv

Aktivitäten des Géodromes

Seit fünf Jahren geöffnet profitiert das Géodrome von der Anwesenheit einer wissenschaftlichen Betreuerin. Die Aktivitäten des Géodromes sind folgende:

- Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit für die Sparten der Wissenschaften von der Erde

Durch einen personenbezogen Empfang, der auf die einzelnen Personen abgestimmt ist, und eine interaktive, wissenschaftliche Begleitung im Dienste der Erziehung der Bevölkerung bringt die Betreuerin den Besucher in einen Dialog mit den Objekten des Gartens. Die Öffentlichkeit, die davon erreicht wird, ist sehr unterschiedlich und stammt aus der Region von Orléans, aus ganz Frankreich, ja selbst aus dem Ausland. Spezifiziertere, kommentierte Besichtigungen werden für Erwachsenengruppen durchgeführt, besonders für kulturelle Vereinigungen.

Das Géodrome nimmt einen Platz ein als verstärkende Struktur in der Verbreitung der Wissenschaften von der Erde und nimmt als solche teil an der Géole, einem speziellen Bereich der Gesellschaft der Geologie Frankreichs.

- Pädagogische Unterstützung für das junge Publikum - zuverlässig und lebendig

Das Géodrome schlägt die Durchführung von Besichtigungen vor in Zusammenarbeit mit Lehrkräften und angepasst an Programme von der Vorschule bis zum Gymnasium.

Aber das Géodrome ist gleichermaßen ein idealer Ausgangspunkt für Kinder von Stadtranderholungen, von Jugendzentren und -heimen.

- Handelnder auf dem Feld der Umwelterziehung

Durch all diese Aktivitäten trägt das Géodrome bei zur Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit und der Jugend für den Schutz der Natur und für den Respekt vor ihr. In Partnerschaft mit Vereinigungen und Organisationen der Umwelterziehung wünscht das Géodrome, noch wissenschaftlichere Aktionen auf diesem Gebiet anzusiedeln. Unter diesem Vorzeichen ist das Géodrome Anhänger von Réseau Graines und Centre Sciences.

- Teilhabe an der Verbreitung der wissenschaftlichen und technischen Kultur und Öffnung in Richtung auf verschiedene wissenschaftliche und künstlerische Bereiche

Das Géodrome nimmt aktiv an der Verbreitung der wissenschaftlichen und technischen Kultur teil ebenso wie an hervorragenden Ereignissen im wissen-schaftlichen Bereich: eine besondere Animation für die Sonnenfinsternis am 11. August 1999 und die Entdeckungsrallye für die Woche der Wissenschaft.

Das Géodrome will offen sein für andere Disziplinen und verwirklicht Projekte um die Kunst wie die Fotografie oder die Steinmetzkunst.

Fotos: Sandstein von Fontainebleau Gips aus Savoyen

Das Géodrome bietet Schulgruppen unterschiedliche Formen der Besichtigung:

- Freie Besichtigung, ohne Begleiter und unter Leitung des Lehrers

- Durchführung unter einem der Themen, die das Géodrome vorschlägt, unter

der Führung eines spezialisierten Betreuers

- Durchführung unter einem Thema, das der Lehrer wünscht und das in

Zusammenarbeit mit ihm verwirklicht wird.

All diese Möglichkeiten sind angepasst an das Schulprogramm und umgesetzt in Zusammenarbeit mit einem pädagogischen Team bestehend aus Lehrern und Geologen. Sie sind für alle Schulstufen vorgesehen von der Vorschule bis zum Gymnasium. In Anerkennung ihres pädagogischen Wertes haben sie die Genehmigung das Ministers für Jugend und Sport, Kultur und Erziehung erhalten.

Diese interaktiven Aktivitäten, die die Teilnahme der Schüler erfordern, beruhen auf der Beobachtung und der Entdeckung der Felsbrocken. Die Rolle des Betreuers ist es, die Schüler zu begleiten, zu führen und ihnen Orientierung zu geben durch Fragen oder Bemerkungen, aber ohne jemals die Lösung zu liefern.

Neben der Geologie werden hier zahlreiche andere Bereiche angeschnitten: Die physikalische Geographie, Kartenlesen, der Begriff des Maßstabs ebenso wie die Verwendung des Reichtums unserer Bodenschätze. Der Schüler muss fähig sein, Dinge ausfindig zu machen, sich in dem Garten zu orientieren, Informationen zu beschaffen und sie logisch einzuordnen.

- Pädagogisches Team des Géodrome

Perrick Graviou: Geologe am BRGM, verantwortlicher Wissenschaftler des Géodrome

Caroline Gendry: spezialisierte Betreuerin des Géodrome

Geneviève Calvo: Schule von St.Denis de l’Hotel – Ansprechpartnerin /Correspondant für den Bereich der Vorschule

Christel Jousset: Schule Maria Stuart in Orléans - Ansprechpartnerin für den Bereich der Vorschule

Nadia Bruneau: Schule J.Prévert von St.Jean de Braye – Ansprechpartnerin für den Bereich der Primarstufe

Frédérique Joubert: Collège Etienne Bolet in Orléans – Ansprechpartnerin für den Bereich der Sekundarstufe

Die Animationen werden von einem spezialisierten Betreuer in Form einer Schnitzel-jagd oder als Fotorallye umgesetzt.

- Ablauf der Animation

Nach einer allgemeinen Einführung in das Géodrome wird die Klasse in Gruppen von 4 bis 5 Kindern aufgeteilt.

Jede Gruppe muss einen Fragebogen mit Hilfe der Informationen auf den Schildern im Garten und auf dem Besichtigungsplan ausfüllen. Am Ende des Besuches werden die Ergebnisse zusammengetragen.

- Themen der Besichtigungen

Vor- und Grundschulen:

Rundgang 1: Fotorallye (Dauer 1 Stunde)

Sensibilisierung für die Welt der mineralischen Materie und Entdeckung natürlicher Räume.

Rundgänge 2 und 3: Schnitzeljagd (Dauer 1h30)

Verwendung der aus unserem Boden gewonnen Materialien.

Die Entstehung und Entwicklung einer Gebirgskette: Die Alpen

Kollegstufe:

Schnitzeljad (Dauer 2 Stunden)

Verwendung der aus unserem Boden gewonnen Materialien.

Die Entstehung und Entwicklung einer Gebirgskette: Die Alpen

Geschichte der Geologie Frankreichs. Fünf Aktionen um die Geologie

Gymnasien:

Schnitzeljagd (Dauer 2 Stunden)

Geschichte der Geologie Frankreichs

Die Durchführungen können nach Wunsch geplant werden in Zusammenarbeit mit den interessierten Lehrkräften.

Tarife: 10 Fr. (ca 1,60€) je Schüler, freier Eintritt für zwei Begleiter je Klasse

Öffnungszeiten: ganzjährig von Montag bis Freitag

Reservierung: Die Teilnahme an einer Besichtigung erfordert eine Terminabsprache. Eine solche kann das ganze Jahr hindurch gemacht werden.

Anfahrtsbeschreibung: Das Géodrome liegt an der A10. Rastplatz d’Orléans-Gidy. Der Zugang ist nur über die Autobahn möglich. In Fahrtrichtung Paris: Halten Sie auf dem Rastplatz d’Orléans-Gidy – In Richtung Provinz: Halten Sie auf dem Rastplatz d’Orléans-Saran, dann überqueren Sie (die Autobahn) auf der Fußgängerbrücke.

Die Schulbusse genießen den Vorteil eines Autobahn-Gratistickets zwischen Orléans-Artenay und Artenay-Orléans.

Beratung und Reservierung: Gesellschaft des Géodromes – BP 6009

45060 Orléans cedex 2

 

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