Gemeinsam für Wesel

SPD-Ortsverein Bislich-Flüren: Einen Informationsabend zur Thematik Senioren

"Melden Sie sich bitte, wenn Mitmenschen in Not sind"

Ulrich Marose, Ortsvereinsvorsitzender
Ulrich Marose, Ortsvereinsvorsitzender

Waltraut Holzwardt, stellv. Ortsvereinsvorsitzende
Waltraut Holzwardt, stellv. Ortsvereinsvorsitzende

Waltraut Holzwardt, stellv. Ortsvereinsvorsitzende

 

 

Alt werden in Flüren und Bislich

Vor dem Hintergrund der steigenden Lebenserwartung und der somit wachsenden Anzahl derer, die sich in ihrer vertrauten Umgebung wohl und sicher fühlen sollen, veranstaltete der SPD-Ortsverein Bislich-Flüren einen Informationsabend zur Thematik "Senioren". Als Initiatoren konnten Ulrich Marose und Waltraut Holzwarth zahlreiche interessierte Gäste begrüßen. Mit Dirk Haarmann, erster Beigeordneter der Stadt Wesel, Renate Locher, Leiterin des Seniorenbüros und Sozialarbeiterin Silvia Füting von der Wohnberatung der Caritas hatte man kompetente Gesprächspartner eingeladen.

Vorsitzender Ulrich Marose verdeutlichte, dass man sich Gedanken machen müsse, wie man den Ortsteil so barriere- und seniorengerecht gestalte, dass man sich im Ortsteil weiter wohl fühle. Haarmann nannte Zahlen: In Flüren beträgt der Anteil der Bürger, die über 65 Jahre alt sind, 23,6 Prozent, in Bislich 26,4 Prozent. „Die Strukturen sind unterschiedlich. Somit müssen wir mit individuellen Hilfestellungen agieren", betonte er. Die Stadt arbeite in guter Kooperation mit allen sozialen Trägern. Renate Locher informierte über die kostenlose Beratung und Hilfe des Seniorenbüros und verwies auf den umfangreichen Seniorenratgeber. „Melden Sie sich bitte, wenn Mitmenschen in Not sind. Einsamkeit im Alter muss nicht sein", so ihr Appell. Als vorbildlich bezeichnete sie die gute Nachbarschaftshilfe in Bislich. „Die Schillerstraße ist ein Problem", meldeten sich Flürener und bemängelten die schmalen Bürgersteige. Als Wunsch sprach ein Bürger von barrierefreiem Wohnen auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde an der Marsstraße. WAWI

 

Waltraut Holzwardt, stellv. Ortsvereinsvorsitzende

 

Die Ansprüche von Senioren erfüllen

In Bislich und Flüren ist fast ein Viertel der Bewohner älter als 65 Jahre. SPD lud zur Diskussion und hofft auf Anregungen

Florian Bickmeyer

Wesel. Im Alter wird das Leben nicht einfacher. Bürgersteige können zur nur schwer überwindbaren Hürde, kleine Stolperfallen zur größeren Gefahr werden. Auch der Alltag will erst bewältigt werden. Einkaufen, Arztbesuche oder der Hausputz sind nicht mehr Kleinigkeiten wie in einst jungen Jahren. Für ältere Menschen müssen daher Möglichkeiten gefunden werden würdevoll, komfortabel und vor allem gefahrlos leben zu können. Die SPD Bislich/Flüren lud deswegen am Donnerstagabend Silvia Füting von der Wohnberatungsstelle der Caritas, Renate Locher vom Seniorenbüro der Stadt Wesel und den Sozialdezernenten Dirk Haarmann ein, um über altersgerechtes Wohnen in den beiden Stadtteilen zu informieren.

In Bislich und Flüren sei „der Anteil der Senioren überdurchschnittlich hoch", erklärte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Ulrich Marose. Beinahe ein Viertel der Bewohner sei in beiden Stadtteilen 65 Jahre und älter, bestätigte Haarmann. Umso wichtiger sei es, so der Sozialdezernent, „den Ansprüchen älterer Menschen, in ihrer gewohnten Umgebung komfortabel leben zu können, gerecht zu werden". Das finge schon an, bevor Gesundheits- und Altenpflege erforderlich sind. „Es geht auch darum, soziale Kontakte pflegen zu können", sagte Haarmann, zum Beispiel durch ein breites kulturelles Angebot oder eine bequeme Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Bürgersteig an der Schillerstraße zu schmal

Ein Problem in Flüren sei der Ausbau der Schillerstraße, erklärte Marose. Die Bürgersteige seien „nur zwei Platten breit". Überwachsende Hecken oder parkende Autos verengten den Fußweg zusätzlich. „Menschen mit Rollator können darauf nicht laufen", so der SPD-Vorsitzende. „Auch die jüngeren haben da ein Problem: Mit dem Kinderwagen geht das auch nicht." Eine Verkehrsberuhigung durch Kennzeichnung könnte eine Lösung sein, die angesichts der knappen städtischen Finanzen auch mit Haarmanns Prinzip - „Was ist das Notwendige und was ist das Machbare?" - vereinbar wäre.

Bei der Barrierefreiheit stecke der Teufel allerdings im Detail, sagte Haarmann. „Gehen Sie durch Ihre Straßen. Was ist für Sie wirklich wichtig? Bahn, Bus, Zugang zu Arztpraxen. Achten Sie darauf!", forderte Silvia Füting. Die Stadt und ihre Arbeitsgruppe zur Barrierefreiheit seien „dankbar, wenn Hinweise zur Verbesserung kommen", versicherte Haarmann.

Senioren seien „keine homogene Gruppe", erklärte Renate Locher. „Man merkt, dass in den verschiedenen Stadtteilen unterschiedliche Lebenssituationen entstanden sind." Das Seniorenbüro der Stadt berate daher auch kostenfrei, telefonisch und per Hausbesuch „über die ganze Palette", so Locher - vom Betreuten Wohnen über Hilfen im Haushalt und das Freizeitangebot für Senioren bis zu finanziellen Hilfen.

Außerdem helfe der Seniorenratgeber der Stadt Wesel, der alle Telefonnummern, Ansprechpartner und Informationen bereit hält. Dieser ist erhältlich bei den städtischen Einrichtungen, der Senioren-Beratungsstelle und liegt häufig bei den Kirchen oder Ärzten aus.

 

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