Gemeinsam für Wesel

Wir möchten schonungslos offenlegen, was unsere Altgenossen verbockt haben

Wilhelm Trippe wirkt wild entschlossen/ Pressebericht RP vom 17.02.11

Willi Trippe, Ratsmitglied
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Willi Trippe, Ratsmitglied

Probleme mit der Rente

INTERVIEW AG 60 plus mit neuem Konzept

KREIS WESEL Die Arbeitsgemeinschaft (AG) 60 plus der SPD im Kreis Wesel will verstärkt Missstände in der Gesundheitsversorgung und im Rentensystem anprangern und damit das Image eines „Kaffeekränzchens" abstreifen. So will die AG 60 plus versuchen, die soziale Ausrichtung der Partei wieder in den Vordergrund zu stellen, betont der Vorsitzende des Unterbezirks Wesel, Willi Trippe (63). Mit ihm sprach RP-Redakteur Klaus Nikolei.

Sie kommen gerade von einem Treffen mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Barbara Hendricks in Kevelaer. Um was ging es da genau? Trippe: Bei demTermin haben Vertreter der AG 60 plus am linken Niederrhein der Bundestagsabgeordneten ein Strukturpapier vorgelegt, wie künftig mit der Rente umgegangen werden soll.

Was fordern Sie?

Trippe: Dass alle Faktoren, die bei der Berechnung der gesetzlichen Rente eingeflossen sind, wieder zurückgenommen werden. Beispielsweise der Riester-Faktor.

Das müssen Sie genauer erklären. Trippe: Man hat die Rente um 0,64 Prozent gekürzt, um Anreize für die Riester-Rente zu schaffen. Für uns ist es ein Unding, dass Rentner gleichzeitig einen um 0,9 Prozent höheren Krankenkassenbeitrag zahlen müssen, damit das Krankengeld für Arbeitnehmer finanziert wird.

Das könnte doch die SPD fordern. Warum kümmert sich die AG darum? Trippe: Weil seit dem „Basta-Kanzler" bis heute in der Partei ein Forderungsvakuum entstanden ist, der soziale Aspekt ins Hintertreffen geraten ist. Das Soziale muss einfach wieder in den Vordergrund gestellt werden. Auch bei der Pflegeversicherung. Es ist ein Unding, dass Arbeitgeber keine Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen, obwohl Arbeit auch krankmachen kann.

Wie wollen Sie Ihre Forderungen durchsetzen?

Trippe: Vor allem über Gespräche. Bei der Landesdelegierten-Konferenz in Duisburg am 28. Februar wollen wir eine landesweite Diskussion entfachen. Mein persönlicher Ansatz ist, dass die AG 60 plus zu einer Art Kaffeekränzchen verkommen ist. Um die vielen anstehenden Probleme zu lösen, müssen wir aber offensiv diese Probleme ansprechen.

Glauben Sie, dass den Menschen diese Probleme bewusst sind? Trippe: Nein. Denn so kompliziert, wie unsere „Oberkopferten" das alles darstellen, kann das ja kein normaler Mensch verstehen. Nur ein simples Beispiel: Die Regierung hat ein Gesetz gemacht, so dass für

„SPD muss das Soziale wieder in den Vordergrund stellen"

Hartz-IV-Empfänger keine Beiträge zur Rente mehr gezahlt werden. Wenn aber nichts eingezahlt wird, ist ein älterer Hartz-IV-Empfänger nach drei Jahren nicht mehr rentenfähig. Ergebnis: Er muss zum Erreichen des Renteneintrittsalters mit 65 Transferleistungen in Anspruch nehmen. Genau diese Feinheiten werden nicht transportiert.

Wie wollen Sie die breite Masse darüber informieren?

Trippe: Wir wollen verstärkt in die Öffentlichkeit gehen. Beispielsweise am Tag der Generationen am 5. Mai. Überall im Kreis werden in den Fußgängerzonen Infostände aufgebaut, an denen wir schwerpunktmäßig auch über die Missstände in der Krankenversicherung berichten und Wege aufzeigen, wie der Weg in Richtung einer Bürgerversicherung sinnvoll gestaltet werden könnte. In diesem Zusammenhang stellen wir die Frage, ob wir überhaupt so viele Apotheken brauchen oder das Geld nicht in eine bessere fachärztliche Versorgung gesteckt werden sollte.

 

 

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Politik

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Kreis Wesel. Die AG 60 plus im Kreis Wesel will weg vom Kaffeekränzchen hin zu politischem Handeln, zum Beispiel in Sachen Rente.   weiter...

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