Gemeinsam für Wesel

Hannelore Kraft sprach auf dem Parteitag in Wesel

Ibrahim Yetim aus Moers wurde als Kandidat für den Landesvorstand gewählt

 

 

In die Zukunft investieren

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sprach in der Niederrheinhalle

Von Gabi Schulze

Wesel. Auf so hohen Besuch warteten die SPD-Mitglieder des Unterbezirks Kreis Wesel gern. Landesmutter Hannelore Kraft stattete den Genossen gestern Abend einen Besuch beim Parteitag in der Niederrheinhalle ab. Mit Verspätung, aber auch mit einer Rede, die ihre Parteikollegen immer wieder zu spontanem Zwischenapplaus animierte.

Eine ganze Reihe aktueller Themen und Debatten sprach die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin an. Den Schlag gegen rechte Gewalt in dieser Woche etwa oder das Steuerabkommen mit der Schweiz. Mit einer deutschen Sozialdemokratie werde es ein solches Abkommen nicht geben, sagte Kraft. „Es verletzt Grundsätze von Gerechtigkeit." Schuld werde weiß gewaschen, Steuersünder würden weniger zahlen als bei einer Selbstanzeige.

Nicht kaputt sparen

In den kommenden Wochen stehe ,der Haushalt an, so Hannelore kraft weiter. Einsparen, Investieren, Einnahmenseite verbessern -das seien die drei Grundzüge. „Schuldenabbau ja, aber man darf ein Land nicht kaputt sparen." Vor allem in Kinder, Bildung - die Zukunft - gelte es, zu investieren.

In Sachen Energiewende sei ein Masterplan wichtig, betonte die Landesmutter. „Wir stehen dazu, dass fossile Ressourcen noch viele Jahre benötigt werden, denn Industrie braucht sichere Energie." Der Umstieg auf die Erneuerbaren sei dennoch ungemein wichtig.

Neben dem Unterbezirksvorsitzenden Dr. Hans-Ulrich Krüger und Landrat Dr. Ansgar Müller begrüßte auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp den Gast. Vor einigen Jahren hätte sie sich mit Hannelore Kraft einmal über Frauen in der Politik unterhalten, erinnerte sich Westkamp. Es habe sich seitdem vieles geändert. „Aber wenn man sieht, dass die Ministerpräsidentin derzeit bundesweit Schlagzeilen macht wegen ihrer neuen Frisur, dann ist noch eine Menge zu tun."

Als Kandidat für den Landesvorstand wurde Ibrahim Yetim aus Moers nominiert. Er setzte sich mit 98 :47 Stimmen gegen den Kamp-Lintforter Jürgen Preuß durch. Der 47-Jährige Yetim, der türkische Wurzeln hat, möchte sich - falls er in den Landesvorstand gewählt wird, vor allem gegen Extremismus einsetzen.

Die Wahl zum Vorstand erfolgt beim Landesparteitag der SPD Ende September.

 


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