Gemeinsam für Wesel

Aufwertung der Rheinpromenade

Antrag für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung

Karlheinz Hasibether, Ratsmitglied
Karlheinz Hasibether, Ratsmitglied

Norbert Meesters, Ratsmitglied
Norbert Meesters, Ratsmitglied

Norbert Meesters, Ratsmitglied

SPD schiebt Promenade an

WESEl (fws/bp) „Wir haben eine breite Debatte geführt über das Pro und Contra der gestalterischen Konzeption der Rheinpromenade", sagte gestern SPD-Fraktionschef Ludger Hovest, „nun ist es Zeit, dass sich die Gremien des Rates des Themas annehmen." Die Genossen wollen die Aufwertung des „touristischen Kernbereiches der Stadt" auf die Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung bringen. Es gehe hier um eine „seriöse, möglichst nachhaltige Erarbeitung einer Konzeption", so Hovest. Für Schnellschüsse tauge das Schaufenster auf den Rhein nicht. Die nächsten Pflanzperioden seien im Herbst oder im Frühjahr nächsten Jahres. Es gebe ausreichend Zeit, „die Vorschläge bis zu den Sommerferien zu bündeln". Stichworte sind unter anderem Erhalt des Allee-Charakters und eine weitere Außengastronomie am Welcome-Hotel mit Blick auf den Rhein.

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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wesel

 

Bürgermeisterin

Frau Ulrike Westkamp
im Hause

28. Februar 2012

Antrag unserer Ratsmitglieder Norbert Meesters und Karlheinz Hasibether, für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtentwiddung Aufwertung der Rheinpromenade

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

als Anlage übersenden wir Ihnen den Antrag unserer Ratsmitglieder Norbert Meesters und Karlheinz Hasibether.

Die SPD-Fraktion schließt sich diesem Antrag an und bittet Sie, diesen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung zu setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest
Fraktionsvorsitzender


Antrag der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wesel zur Aufwertung der Rheinpromenade

Die SPD hat mit der Veranstaltung im Welcome-Hotel zur Rheinpromenade den Weg eingeschlagen, die Bürger der Stadt Wesel frühzeitig bei den Neuüberlegungen zu beteiligen.

Der Vorschlag der Verwaltung und des Gestaltungsbeirates wird begrüßt, nach den Baumfällungen an der Rheinpromenade und der Fischertorstraße eine Aufwertung der Naherholungszone am Rhein durch verschiedene Einzelmaßnahmen vorzunehmen. Dabei ist davon auszugehen, dass städtische Mittel und Fördermittel des Landes für eine Gesamtüberplanung der Rheinaue nicht zur Verfügung stehen.

Die SPD-Fraktion ist der Auffassung, dass man die Situation in ihrer Gesamtheit zu betrachten muss, es aber nicht um eine Neuplanung, sondern um eine Aufwertung des Bereichs geht.

In der Diskussion wurde vor allem deutlich, dass der gesamte Bereich der Rheinpromenade mit der Baumaliee am Rheinufer und der Vielfalt an Aktivitäten und Erlebniswelten ein Alleinstellungsmerkmal für Wesel darstellt, das erhalten bleiben muss.

Bei den zu entwickelnden Gestaltungsideen sollten nach den Anregungen in der Versammlung vor allem folgende Gesichtspunkte Berücksichtigung finden:

Für die gefällten Bäume sollte ein gleichwertiger Ersatz erfolgen, wobei zu überlegen ist, welche Baumarten und in welcher Pflanzung sinnvoll sind, z.B.

- schlank hochwachsende oder mittelgroße Bäume als Schattenspender und Gestaltungselement,

- der Alleecharakter an der Promenade sollte erhalten bleiben, dabei aber der Blick auf die

Rheinlandschaft nicht verstellt werden,

- das Rheinufer als Überschwemmungsgebiet ist zu beachten.

Eine zusätzliche Außengastronomiezone nahe am Ufer mit Blick auf den Rhein wird für wünschenswert gehalten, wobei diese nicht zu groß angelegt werden sollte. Der jetzt "freigestellte" Bereich vor dem Welcome-Hotel sollte als Außengastronomiezone ausgestaltet werden. Dort könnte mit einheitlichem Gestaltungskonzept eine neue Attraktion entstehen. Baumgruppen, Sonnenschirme, Bestuhlung und Windschutz (Hecken) könnten dabei das gestalterische Grundgerüst sein.

Die SPD-Fraktion beantragt daher zur Beratung für den nächsten Städtentwicklu ngsausschuss:

Beschlussvorschlag

1. Für die Aufwertung der Rheinpromenade ist ein Gestaltungskonzept durch die Verwaltung zu

erarbeiten. Dabei sollen die in der Anlage beigefügten Vorschläge berücksichtigt werden.

2. Es wird eine interfraktionelle Arbeitsgruppe unter Hinzuziehung von externen Sachverständigen

eingerichtet, in der dieses Gestaltungskonzept beraten wird.

3. Dieses wird anschließend in der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert

4. Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt das Gestaltungskonzept

5. Der Zeitpunkt der Umsetzung der Aufwertungsmaßnahmen an der Rheinpromenade wird im

Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplanes beraten.

Wesel, den 22.02.2012

Norbert Meesters / Karlheinz Hasibether

 

Anlage zum Antrag der SDP-Fraktion

Vorschläge aus der Veranstaltung der SPD zur Gestaltung der Rheinpromenade am 14.02.2012

Professor Quast, Fachmann für Landschaftsplanung und Landschaftsökologie hat in seinem Vortrag dargestellt, folgende Elemente besonders zu beachten:

Erlebnisraum individuell bis Großveranstaltung:

- das Ufer mit Verweilen in der Sonne / Schatten, Gastronomie, Spiele, Sport

- Dynamik des Flusses (Hochwassersituation)

- Flussauenlandschaft mit Landschaftskulisse/Schiffe, Freiraum und Bauwerken

- Verkehrserschließung für Radfahrer, Kfz und sonstige Verkehrsteilnehmer

- Promenade für Fußgänger

Gestaltungsideen sollten sich auf die landschaftliche Einbindung von Gebäuden und Plätzen konzentrieren, z.B. das dominante Gebäude des Hotels und der Hafenkulisse sowie die Blickbeziehungen zur Rheinlandschaft.

Es wurde herausgestellt, dass es sich bei der Weseler Rheinpromenade um einen vielfältigen Erlebnisraum handelt, in dem es verschiedene Zonen mit unterschiedliche Funktionen gibt, die dementsprechend unterschiedlieh behandelt werden sollten:

- Allee der Fischertorstraße als Zugangsachse zum Rhein und besonderer Gestaltung des Endpunktes

am Rhein

- Parkplatzbereiche und Wiese für Großveranstaltungen (PPP-Tage)

- Promenade mit zentralem Aussichtspunkt auf dem Brückenpfeiler der alten Eisenbahnbrücke

- Gastronomie- und Aktivitätenzone im Bereich des Welcome-Hotels und des Freibades

Weitere Vorschläge aus der Versammlung:

- Anlage von Bürgergärten, Verlegung der Straße,

- es sollten viel mehr Bänke aufgestellt werden,

- vorhandene, große Bäume sind für die Stadtökologie besonders wichtig, soweit möglich sollten sie

erhalten bleiben (Fischtorstraße)

- die Ökologie muss beachtet werden, Freistellung für den freien Blick auf die Landschaft erzeugt

Leere, Beseitigung von vorhandenem Bewuchs vernichtet darin vorhandene Lebewesen und führt zu

Verarmung von Flora und Fauna,

- gewünscht werden mittelstark wachsende Laubbäume, geschnittene Platanen sind nicht typisch für

die niederrheinische Kulturlandschaft und verursachen hohe Folgekosten

- die vorhandenen Hybridpappeln haben einen weniger hohen ökologischen Wert und nur eine

begrenzte Lebenszeit, es sollten daher eher standortgerechte heimische Bäume, wie z.B.

Schwarzpappeln Verwendung finden,

- die Verbindung von der Rheinpromenade zum Hafenbereich sollte mehr Beachtung finden, z.B. als

Radwegeverbindung,

- Sichtachsen, wie z.B. vom Hotel zum Rhein und von der Stadt in die offene Rheinlandschaft sollten

gestalterisch aufgenommen werden,

- Baumstrukturen und unterschiedliche Landschaftsaspekte sollen beachtet werden,

- Außengastronomie ist sehr wichtig - dabei muss auch Windschutz und Schatten, um den Aufenthalt

angenehm zu machen, vorgesehen werden, es sollte kein großer Biergarten, sondern eher eine

kleinere Verzehrstelle vorgesehen werden.

 

- die Verkehrsführung sollte überdacht werden - Rundfahrten über Fischertorstraße und die

Römerwardt sind störend, die Verkehrsräume für Fußgänger, Radfahrer und Pkw sollten neu

geordnet werden,

- das Rheinstübchen am Ende der Fischertorstraße wünscht Erweiterung auf die angrenzende

Freifläche, der Fußweg sollte aber nicht abgeriegelt werden,

- die Idee zur Einrichtung eines Bürgerwaldes sollte um eine "Bürgerallee", z.B. an der

Fischertorstraße ergänzt werden.

 


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