Gemeinsam für Wesel

Am Jahresende müsse das „Gerippe stehen für die Hafengesellschaft"

Die Akteure sollen sich mal alle in die Augen gucken", so Ludger Hovest (SPD).

 

 

Hafen-Gesellschaft: jetzt Spitzengespräch

VON THOMAS HESSE

WESEL Gestern hat der Rat mit einem einstimmigen Beschluss das Angebot des Kreises abgelehnt, Hafen-Flächen von der Stadt zu kaufen. Doch im grünen Bereich ist das umstrittene Thema Kern-Hafengesellschaft nicht. Denn eine Übereinkunft mit dem Kreis lässt weiter auf sich warten. Auch wenn gestern im Rathaus mehrstündige Spitzengespräche zwischen Lokal- und Kreispolitik liefen. Auch wenn die Grünen in Wesel und im Kreistag ihre Gräben zugeschüttet und neuerdings gemeinsamen Kurs steuern, um den Weseler Stadthafen mit in die Hafengesellschaft zu bekommen. Das hatten die Kreis-Grünen bisher abgelehnt. Heute wird die nächste Runde eingeleitet.

„Gegenseitig in die Augen gucken"

Alle Fraktionsvorsitzenden des Kreises, aus Wesel und Voerde, Stadtwerke, Betriebsausschuss Emmelsum sowie Gutachter und die Rhein-Lippe-Hafen-Geschäftsführer Spitzer, Westkamp und Müller und sowie Kreis-Kämrnerer Giesen sollen den Knoten durchhauen. Den hatte Wesels Politik fester gezurrt als geplant mit der Forderung, die Hafengesellschaft im Eiltempo zu gründen. „Jeder hat bisher für sich beraten, der Informationsfluss könnte besser sein. Die Akteure sollen sich mal alle in die Augen gucken", so Ludger Hovest (SPD). Er hoffe auf eine tragfähige Vereinbarung. Am Jahresende müsse das „Gerippe stehen für die Hafengesellschaft" , so sein Zeitfenster.

Die Situation aktuell: Der Kreis will nur den Hafen Emmelsum und den Rhein-Lippe-Hafen in die Gesellschaft einbringen, nicht Wesels Hafen. Im Streit geht es nicht nur Details, sondern auch um viel Geld. Wesels Kaimauer wird mit neun Millionen Euro Sanierungskosten beziffert. Der Kreis, Hauptanteilseigner der neuen Gesellschaft, fürchtet die Kosten. Wesel rechnet gegen, will drei Millionen für den Kai bezahlen, bietet dazu zwei Millionen bei Personal- und Organisationskosten an. Der Rest wäre langfristig zu finanzieren.

Sollte es doch noch zügig zur Gesellschaftsgründung kommen, wäre etwa ein halbes Jahr Zeit, den Markt zu sondieren und zu schauen, welche Logistik-Profis wie an Bord kommen oder wer das Steuer übernimmt. Die neue Übereinkunft von Lokal- und Kreis-Grünen freut Hovest. Über deren Prämisse, dass Wesel die Sanierungsaufwendungen zahlt, zeigt er sich erstaunt. „Über Summen wird am Ende geredet", meinte der Verhandlungsfuchs mit vielen argwöhnischen Gegnern beim Kreis. Auch um Bahnanschluss, laut Grünen im Gegenzug vom Kreis zu zahlen, gebe es eine alte Debatte. „Wünschenswert, aber das wird höchstens ganz langfristig was", sagt Hovest.

 

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