Gemeinsam für Wesel

Die Gründung einer Kernhafengesellschaft ist ins stocken geraten

Wenn beim Kreis keine Lösung möglich sei, solle der sich doch von seinen Anteilen an der Rhein-Lippe-Hafen-Gesellschaft trennen, schlug Ludger Hovest vor

„Wenn wir im nächsten Jahr zu keinem Ergebnis kommen, sind wir für die nächsten hundert Jahre die Witzfiguren, weil irgendwelche Dorfpolitiker das nicht geregelt kriegen",

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

 

Hafen trennt Stadt und Kreis

Bürgermeisterin will Gespräche der Höflichkeit halber führen

Wesel. Die Stimmung zwischen der Stadt und dem Kreis Wesel mit Blick auf die Gründung einer so genannten Kernhafengesellschaft zusammen mit der Stadt Voerde ist schlecht. Denn nachdem der Kreis im Juli signalisierte, die Sanierung der maroden Kaimauer im Weseler Stadthafen könne nicht einfach so hingenommen werden, stehen die Verhandlungen still. Wie Ludger Hovest (SPD) im gestrigen Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss mitteilte, werde es aber Ende des Monats ein Gespräch mit allen betroffenen Fraktionsvorsitzenden geben, um vielleicht dennoch eine gemeinsame Linie zu finden.

Zuvor hatte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp auf ein Gespräch am Freitag aufmerksam gemacht, bei dem Vertreter des Kreises Angebote machen wollen, Weseler Anteile an der Rhein-Lippe-Hafen-Gesellschaft zu übernehmen und Grundstücke aus städtischem Besitz zu kaufen. Darüber habe sie zunächst herzlich lachen müssen, werde den Termin aber der Höflichkeit halber wahrnehmen. Sie könne den Entscheidern im Rat nur den Tipp geben, auf solche Angebote nicht einzugehen. Denn Tafelsilber verkaufe man schließlich nur einmal. Ende des Monats will sie den Rat unterrichten.

Hovest betonte, dass der Stadthafen natürlich vorbelastetes Gebiet sei. Hinzukomme ein völlig maroder Ölhafen, der keine Kaimauer habe, so dass die Gesellschaft auch hier Millionenbeträge investieren müsse. Und im Hafen Emmelsum besäßen nur Private Land, und Planungsrecht bestehe hier auch nicht. Bei einer gemeinsamen Entwicklung des Kreises und der beiden beteiligten Städte sähe die Sache schon anders aus.

Wenn beim Kreis keine Lösung möglich sei, solle der sich doch von seinen Anteilen an der Rhein-Lippe-Hafen-Gesellschaft trennen. „Wenn wir im nächsten Jahr zu keinem Ergebnis kommen, sind wir für die nächsten hundert Jahre die Witzfiguren, weil irgendwelche Dorfpolitiker das nicht geregelt kriegen", schimpfte Hovest. Eine derartige Chance, den großen Wurf zu machen, komme nicht wieder. P.H.

 

facebook Die SPD-Wesel in Facebook

Aktuelle Nachrichten der Bundes-SPD

Sonntag, 16. Juli 2017

Nicht auf die Zukunft warten. Machen!

Das ist die Kampfansage gegen das „Durchmerkeln“! Der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende Martin Schu ...

Dienstag, 25. Juli 2017

Für eine solidarische Flüchtlingspolitik

In Italien kommen jeden Tag geflüchtete Menschen an. Jeden Tag ertrinken Menschen im Mittelmeer. Das dürfen w ...

Dienstag, 11. Juli 2017

Der Gipfel der Verlogenheit

Die Debatte von CDU und CSU über die Frage, wer für den autonomen Terror in Hamburg die politische Verantwort ...

Donnerstag, 06. Juli 2017

Für eine neue globale Gerechtigkeits- und Friedenspolitik

„Die Globalisierung darf die Reichen nicht noch reicher und die Armen nicht noch ärmer machen“, sagte SPD- ...