Gemeinsam für Wesel

SPD Stadtverband wählt neuen Vorstand

Presseberichte

Ludger Hovest hat gut lachen.Er wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt und freut sich über mehr Mitglieder
Ludger Hovest hat gut lachen.Er wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt und freut sich über mehr Mitglieder

 

Ludger Hovest hat gut lachen.Er wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt und freut sich über mehr Mitglieder

 

Selbstbewusste Genossen

SPD-Stadtverband sieht fast ausschließlich Erfolge. Vorsitzender Ludger Hovest für vier weitere Jahre im Amt bestätigt

Petra Herzog

Wesel. Es war die Stunde des Eigenlobs, als SPD-Stadtverbandsvorsitzender Ludger Hovest im Parkettsaal der Niederrheinhalle vor 66 Parteimitgliedern seinen Bericht abgab. „So eine prosperierende Stadt hatten wir seit 20,30 Jahren nicht mehr", sagte der Genösse und nannte dazu mehrere Beispiele. Da sei etwa die Fußgängerzone, die nach ihrer Fertigstellung am Niederrhein ihresgleichen suchen werde, und da sei der Bahnhof, der in einigen Monaten rundumerneuert sei. Außerdem gebe es ein exzellentes Schulangebot, ein ausgezeichnetes Auestadion, in dem das Springermeeting anstehe, und bestens aufgestellte städtische Töchter. Der Bauverein sei erstklassig, die Stadtwerke würden immer kompetenter und hielten ein immer umfassenderes Angebot vor und die Sparkasse sei prima aufgestellt. Auch die Wirtschaftspolitik laufe bestens: „Es hat seinen Grund, wenn Weltfirmen wie Altana nach Wesel kommen," sagte er selbstbewusst.

 „Fest im gesellschaftlichen Leben verankert"

Als ständiges Ärgernis bezeichnete Hovest dagegen die mangelnde Nahversorgung, die in der Südstadt bevorstehe, und auch die marode Kaimauer mit einem Sanierungsstau von zehn Millionen Euro bereitet ihm Kopfzerbrechen. Dafür werde mit der noch zu gründenden Hafengesellschaft, der die drei Häfen Emmelsum, Rhein-Lippe-Hafen und Stadthafen angehören sollen, ein attraktives Angebot geschaffen. Mehr als 10000 Hektar Land stünden hier zur Verfügung, wobei er die Ansiedlung von Unternehmen als langfristige Aufgabe sieht.

Die SPD sei fest im gesellschaftlichen Leben verankert, die Mitglieder seien diskussionsfreudig und streitbar und immer willens auf gute Argumente anderer - auch anderer Parteien - einzugehen. Und so blickte der Stadtverbandsvorsitzende auf dreieinhalb Jahre „erfolgreiche Arbeit in großer Einigkeit" zurück.

Dass dies offenbar auch die Stadtverbandsmitglieder so sehen, bestätigten sie mit dem anschließenden Ergebnis bei den turnusgemäß anstehenden Vorstandswahlen. Denn Hovest erntete 60 Ja-Stimmen, vier Genossen kreuzten „nein" an und zwei enthielten sich. Damit bleibt der Sozialdemokrat weitere vier Jahre im Amt.

Bei den stellvertretenden Vorsitzenden wählten 67 Genossen mit. 49 entschiede! sich für Ulla Hornemann (17 Nein-Stimmen, eine Enthatung), 54 für Ulrich Marose (sieben Nein-Stimmen, acht Enthaltungen) und 62 für Peter Tebbe (zwei Nein-Stimme und drei Enthaltungen). Neu im Vorstand ist Dieter Kloß als Internetbeauftragter. Doch bevor vor es soweit war, wies Hanne Eckhardt auf einen Fehler der Tagesordnung hin. Dort ging es nämlich um die Wahl des Internetbeauftragten beziehungsweise der „Internbeauftragtin", wie schmunzelnd zur Kenntnis genommen wurde. Natürlich hätte heißen müssen „der Internetbeauftragten".

ZAHLEN UND FAKTEN

Mehr Mitglieder, 68 000 Euro auf dem Konto

Während die meisten Parteien über Mitgliederschwund klagen, freut sich der SPD-Stadt-verband über Zuwachs, wie Ludger Hovest während der Stadtverbandsversammlung am Mittwochabend verkündete. Waren es 2009 noch 360 Genossen, sind es nun 385.

Dies sieht er als Ausdruck einer gewissen Wertschätzung der Leistung von sachkundigen Bürgern und Ratsmitgliedern.

Kassierer Helmut Trittmacher nannte ebenfalls Zahlen. Danach seien 60 000 Euro an Spenden eingegangen, 43 000 Euro habe man ausgegeben, davon 20 000 Euro für die allgemeine politische Arbeit. Der Wahlkampf des Landtagsabgeordneten Norbert Meesters im vergangenen Jahr habe 10 000 Euro gekostet.

Zum Vergleich: 85 000 Euro waren für den jüngsten Kommunalwahlkampf nötig. Zurzeit verfügen die Weseler Sozialdemokraten über gut 68 000 Euro auf ihrem Konto.

 

Ludger Hovest hat gut lachen.Er wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt und freut sich über mehr Mitglieder

 

Kraftstrotzender Hovest deutlich wiedergewählt

WESEL (thh) Bestgelaunt, selbstsicher und mit einer gut vorbereiteten Leistungsbilanz hat sich Ludger Hovest am Mittwoch der SPD-Jahreshauptversammlung präsentiert. Seine Wiederwahl als Parteichef -das Amt hat er seit 1985 inne - war mit 90 Prozent der Stimmen (60 Ja-Stimmen, vier Nein, zwei Enthaltungen) unumstritten. Konkurrenz war nicht in Sicht, eine Debatte über aktuelle Kommunalpolitik blieb aus. Das Personal bei den Vize-Parteichefs ist ebenfalls das alte: Peter Tebbe holte dabei mit 62 Ja-Stimmen das beste Ergebnis, Ulrich Marose erreichte 53 Stimmen bei sieben Mal Nein. Ulla Hornemann ging bei 49 Ja- und zwölf Nein-Stimmen geschwächt durchs Ziel. Ein neuer Bereich wurde im Vorstand geschaffen. Dieter Kloß ist jetzt Internetbeauftragter.

SPD - und kein Wort zur Ampel

Der wiedergewählte Parteichef erlebt derzeit eine Hochphase, Politik macht ihm in der Ampel mit Grünen und FDP sichtlich Spaß. Er ist in der Koalition die kraftstrotzende Führungsfigur, die die Erfolgsverkündung von Bündnispolitik als SPD-Veranstaltung begreift. Wesel bezeichnete er als „prosperierende Stadt, in der lange schwelende Probleme weggebracht worden sind". Fußgängerzonen-Umbau, achte Bahn im Auestadion, exzellentes Schul- und Kindergartenangebot, ökologischer Umbau der Stadtwerke, Lob für die Töchter Bauverein und Verbands-Sparkasse: Mit einer nach innen gerichteten Rede streichelte Hovest das SPD-Selbstbewusstsein. Seine Botschaft: Der Chef macht das schon. Die Partei sei erstarkt, seit 2009 von 360 auf 385 Mitglieder gewachsen, in der Stadt gesellschaftlich breitflächig verankert. Das Funktionieren der Ampel oder der politische Gegner CDU waren dem Parteichef kein einziges Wort wert.

Manchmal ist auch interessant, was nicht oder kaum genannt wird: Keine Themen waren die Stromkonzession mit RWE, der ASG-Streit, Radwege oder Verkehrspolitik. Hovest lobte den Bahnhofsvorplatz und griff bei der Wirtschaftspolitik einzig auf Altanas Erfolge zurück. Beim aktuellen Thema Stadthafen und Hafen-Kerngesellschaft (RP berichtete) sprach Hovest vom „Damoklesschwert Kaimauer". Man müsse bis 2015 ein Lösung für die Sanierung finden.

 

 

facebook Die SPD-Wesel in Facebook

Aktuelle Nachrichten der Bundes-SPD

Mittwoch, 19. April 2017

#GemeinsamGerecht

Sei Teil unserer digitalen Menschenkette für Gerechtigkeit und gute Arbeit. Zum 1. Mai werden wir auf SPD.DE e ...

Freitag, 31. Mrz 2017

Jetzt spenden!

Durch die extreme Dürre und anhaltende Gewalt in Afrika sind über 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht ...

Freitag, 31. Mrz 2017

Mehr Unterstützung für werdende Mütter

Schwangere und Stillende werden künftig besser unterstützt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) m ...

Donnerstag, 30. Mrz 2017

Mehr Lohngerechtigkeit! Endlich!

Du bekommst ungerechtfertigt weniger Lohn als Deine Kollegen? Bist Dir aber nicht so ganz sicher? Frauenministe ...