Gemeinsam für Wesel

„nichts ist schlimmer als einem Phantom hinterher zu jagen, wenn keine Realisierungschancen bestehen.“

Schreiben an den NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

 

An den

NFN- NaturFreizeitverbund Niederrhein GmbH

Geschäftsführung Herr Norbert Terfurth und Herr Heiner Langhoff

Klever Tor Platz 1

46483 Wesel

Mit der Bitte um Verteilung an die Gesellschafter und Beiratsmitglieder.

20. Mai 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

„nichts ist schlimmer als einem Phantom hinterher zu jagen, wenn keine Realisierungschancen bestehen.“

NFN hat seit seiner Gründung vor acht Jahren nach unserer Meinung gute Arbeit geleistet:

Zum Einen das Strukturkonzept und zum Anderen sind für die Bislicher Bevölkerung  einige sehr gute Projekte angeschoben und begleitet worden.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass NFN im Rahmen einer Klausurtagung Bilanz zieht.

Wir fordern die Teilnehmer auf, in der Sitzung den Projekten eine Priorität zu geben, die realisiert werden können, und Dinge, die im Augenblick unmöglich erscheinen, ruhen zu lassen.

Ein besonderes Augenmerk ist nach unserer Meinung auf den Seenverbund zu richten. Wir fordern die Beantwortung nachfolgender Fragen:

 

  • Welche Seen sollen im Endzustand der Auskiesung verbunden werden?
  • Welche Restriktionen liegen dann auf den Seeflächen und den Uferflächen (Naturschutz, Gewässerschutz, Landschaftsschutz, Vogelschutz, Ramsarflächen, u.s.w.)?
  • Bleiben dann überhaupt Flächen für eine Nutzung durch Freizeit und Touristik übrig?
  • Gibt es Bemühungen und Aussicht auf Erfolg dafür, dass die Inschutznahme der Flächen möglicherweise zurückgenommen wird? (Wer versucht es und wer betreibt es?)
  • Sind die eigentumsrechtlichen Fragen der Seenflächen und der Uferböschungen für eine Nachfolgenutzung des möglichen Seenverbunds geklärt? (Liegen hier schriftliche Einverständniserklärungen vor? Wenn nicht: Warum nicht und wer holt sie dann ein?)
  • Wo sollen möglicherweise die Seen verbunden werden? Liegen die Stellen fest? Sind die Grundstücksfragen geklärt? Wer regelt das?
  • Wer bezahlt die Querungen, Zugbrücken, möglicherweise Schleusen u.s.w.?
  • Welchen wirtschaftlichen Nutzen hat der Seenverbund? An welcher Stelle findet eine Wertschöpfung  durch Gastronomie, Touristik, Wassersport, Bootfahren u.s.w. statt?
  • Ist die Wirtschaftlichkeit auf Plausibilität geprüft worden? Gibt es die Chance einen Investor zu finden, der Geld investiert und Geld verdienen kann?
  • Die Fragen der Wirtschaftlichkeit und möglicher Investitionen in Brückenbauwerke gehören untrennbar zusammen und dürfen nicht isoliert betrachtet oder entschieden werden.

 

Bevor diese Fragen nicht alle positiv beantwortet werden, ist es nicht zu verantworten, dass eventuell Geld für neue Gutachten z. B. hydrologische Gutachten, bautechnische Gutachten, Schleusengutachten u.s.w. ausgegeben und „verschwendet“ wird.  

Wenn die Fragen nicht alle positiv beantwortet werden können - auf Grund der Gegebenheiten, die so sind, wie sie sind - muss die Gesellschaft sich neu definieren und sich auf die Aufgaben im Bislicher Kernbereich konzentrieren, die in der Realisierungsphase sind.

Der Seenverbund muss nicht aufgegeben werden, aber die Realisierung wird in die nächste Generation verschoben.

Unter diesen Gegebenheiten muss ebenfalls geprüft werden, ob der personelle und finanzielle Aufwand deutlich zurückgefahren werden kann, da er zurzeit keine Berechtigung mehr hat.

Wir wünschen der Klausurtagung viel Glück, gute Entscheidungen und sehen den Ergebnissen mit Interesse entgegen.  

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest

Fraktionsvorsitzender 

 

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Wesel

Das Aus des NFN

Ludger Hovest (SPD) will vom Seenverbund retten, was zu retten ist. Das bedeutet: Abschied von großen Tourismus-Träumen, Konzentration auf das "Kerngebiet Bislich", Abspecken der teuren Geschäftsführer-Ebene. VON THOMAS HESSE  mehr 

 

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