Gemeinsam für Wesel

In der südlichen Innenstadt fehlt ein Nahversorger

„Die Stadt hat sich den Lebensmittelkonzernen gegenüber immer kooperativ gezeigt"

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

 

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Konzepte gefordert

SPD-Fraktion schreibt Lebensmittelkonzernen

 Wesel. In der südlichen Innenstadt fehlt ein Nahversorger. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, doch die SPD-Ratsfraktion startet erneut den Versuch, Lebensmittelkonzerne auf diese Lücke aufmerksam zu machen. In einem Brief an die großen Handelsketten wie Tengelmann, Edeka, Rewe (Dortmund und Köln) und Lidl fordert Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest ein Nahversorgungskonzept für die 4000 bis 5000 Bürger dieses Bereiches. „Es gibt einige Ladenlokale, die leer stehen und genutzt werden könnten. Denn für eine gut sortierte Grundversorgung müssen nicht Riesenverkaufsflächen und 100 Parkplätze vorgehalten werden", betont Hovest und nennt das Dom-Cafe oder das Paus-Gebäude in der Korbmacherstraße als Beispiele. Er vertritt die Auffassung, dass es sich durchaus lohne, einen Nahversorgungsmarkt mit einer kleinen „Bürgerecke", wo man einen Kaffee trinken und soziale Kontakte knüpfen könne, zu betreiben.

„Die Stadt hat sich den Lebensmittelkonzernen gegenüber immer kooperativ gezeigt. Wir haben Edeka und Rewe bei ihren Ansiedlungen in Lackhausen und der Innenstadt unterstützt", erinnert der Fraktionsvorsitzende die Konzerne. Es sei Zeit, neue Wege zu gehen und dort, wo es möglich sei, kleinere Geschäfte mit einem guten Sortiment anzusiedeln. „Die Kaufkraft ist da", versichert Hovest. M.B.

 

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Handel soll in City kommen

WESEL (thh) Ludger Hovest (SPD) macht die Nachfolgefrage von Netto in der südlichen Innenstadt zur politischen Aktion. Gestern hat er die Handelskonzerne Lidl, Rewe Dortmund und Köln, Edeka, Netto sowie Kaisers Tengelmann angeschrieben mit der Forderung, sich in der City zu engagieren und auch eine „dienende Funktion" wahrzunehmen. Es müssten nicht zigtausend Produkte angeboten und 100 Parkplätze vorgehalten werden. Wenige Kurzzeitparkplätze und gutsortierte Grundversorgung seien ausreichend. „Ich warte die Antworten jetzt ab. Den Firmen sei gesagt: Man sieht sich an anderer Stelle wieder. Wir werden die Reaktion bei anderen Ansiedlungsvorhaben einbeziehen", sagte er. Bei einer negativen Antwort sei es auch möglich, dass türkische Unternehmen einspringen. An der Dimmerstraße hat soeben ein türkischer Einzelhändler geöffnet. Das war aber zeitlicher Zufall und hat mit der Netto-Schließung nichts zu tun.

 

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