Gemeinsam für Wesel

"Ressourcen nachhaltig nutzen" war die Überschrift über eine Diskussionsveranstaltung der SPD

Wie kann der Flächenverbrauch reduziert werden

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SPD sucht die Kies-Lösung

KREIS WESEL (fws) Jeden Tag gehen in NRW 15 Hektar Fläche verloren. Bis 2020 will die Landesregierung den Verbrauch auf ein Drittel senken. Wesentlich beteiligt ist die Kiesin-dustrie, besonders am Niederrhein. Welche Instrumente den Prozess für Ökologie und Ökonomie verträglichbegleiten können, versuchte die SPD am Montagabend bei einer Podiumsdiskussion in Wesel auszuloten.

Die Landtagsabgeordneten Andre Stinka (Coesfeld) und Norbert Meesters (Wesel) hatten dazu Raimo Benger (Bau- und Rohstoffindustrie), Josef Tumbrinck (Nabu), Heiner Langhoff (Natur- und Freizeitverbund Niederrhein) und Heinrich van de Sand (Kreisbauernschaft) eingeladen. Gut 60 Gäste kamen und diskutierten nach einem Vortrag von Dr. Christoph Epping (Staatskanzlei, Raumordnung/Landesplanung) mit.

Abgabe muss in Region fließen

Die radikalste Position vertrat zweifellos Heinrich van de Sand. Er plädierte dafür, bei Bau- und Abgrabungsvorhaben zunächst Industriebrachen ins Auge zu fassen. Dass dabei Sanierungskosten (Altlasten etc.) im Wege stehen könnten, ließ der Vertreter der Bauern-schaft nicht gelten. Schließlich sei auf den Flächen jahrelang gutes Geld verdient worden.

Kontrovers betrachtet wurde zudem die Wirksamkeit des sogenannten Kieseuros. So hat unter anderem Wesels SPD-Chef Ludger Hovest die Befürchtung, besagte Sonderabgabe für die Industrie könne „landesweit verteilt" werden. Die Mittel müssten aber in die Region fließen, in der Kies gewonnen werde.

Neben erneuter Kritik am Bergrecht, das auch in Sachen Sand geändert werden müsse, standen Positiv-Beispiele integrierter Planung mit gelungener Folgenutzung aus Wesel im Blickpunkt: Auesee, Diersfordter Waldsee, Lippe-Mündung und Lipperandsee. Die SPD will den Dialog fortsetzen.

 

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Kiesabbau

Zweifel an der Umsetzung

Wesel. Nordrhein-Westfalen ist etwa 34 000 Quadratkilometer groß, daran wird sich nichts ändern. Wie und wofür die Fläche aber aufgeteilt wird, darüber kochen die Emotionen schnell hoch.   weiter...