Gemeinsam für Wesel

Gemeindeprüfungsanstalt bescheinigt der Stadt Wesel überdurchschnittliche Standards

Sie sieht „sehr viel Luft bei der Einbindung der Vereine für Nutzungsenetgelte"

Jetzt zahlt sich aus, dass die SPD mit den Bündnispartnern in weiser Voraussicht   gegen große Widerstände der CDU und der Sportvereine die jetzt geforderte Nutzungsgebühr vor zwei Jahren durchgesetzt hat. Der Feststellung der Gemeindeprüfungsanstalt, dass hier "viel Luft bei der Einbindung der Vereine für Nutzungsentgelte" vorhanden ist und die damit eine Anpassung empfiehlt, hat das Bündnis mit einer Gebührenfestschreibung von fünf Jahren zum Wohle der Weseler Sportvereine entgegengewirkt.  

 

Tipp: Vereine zahlen

Gemeindeprüfer stellen fest: zu viele Flächen für Kinder und Sport

Wesel. „Der Standard der Sportanlagen ist sehr hoch. Dieser Standard sollte unbedingt der Haushaltssituation angepasst werden und die Vereine an der Unterhaltung dieser Flächen über Nutzungsentgelte beteiligt werden." Diese Empfehlung macht die Gemeindeprüfungsanstalt der Stadt Wesel. Bei den Sportanlagen solle ebenso wie bei den Spielplätzen geprüft werden, ob die dafür ausgewiesenen Flächen verringert werden könnten. Die Ausstattung der Spielplätze wird als besonders aufwendig bezeichnet, die beschlossene Differenzierung bei Einsatz und Kosten für Grünpflege begrüßt.

Die Gemeindeprüfungsanstalt hat im Sommer vergangenen Jahres die einzelnen Bereiche der Verwaltung unter die Lupe genommen, nach Effizienz, Verbesserungs- und Einsparmöglichkeiten geforscht. Insgesamt kommt die Stadt gut dabei weg. Dies gilt insbesondere für den Jugend-und den Sozialbereich. Dort sei das Beratungsangebot freier Träger noch besser zu fördern, meinte Torsten Mindel für die Prüfungseinrichtung während der jüngsten Ratssitzung.

Wesel, so wurde in Beiträgen der Politiker deutlich, „leidet unter einer sehr üppigen Einrichtungsstruktur", wie es Mindel formulierte. Insbesondere die hiesigen Schulen nehmen zahlreiche Schüler aus Nachbarkommunen auf - Busbeförderung inklusive. Das kostet. Eine Erweiterung der Schulabschlüsse in Hamminkeln sei auch unter diesem Aspekt zu begrüßen, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest.

Die demographische Entwicklung müsse im Auge behalten werden, fordern die Prüfer. Der Rückgang der Schülerzahlen führe bereits zu „Flächenüberhängen". Auch in der Verwaltung liege das Verhältnis Mitarbeiter-Fläche über dem Durchschnitt. Einem festgestellten überdurchschnittlichen Stromverbrauch in den städtischen Gebäuden solle man nachgehen.

Bei den Sportplätzen liege „das Flächenangebot über den Empfehlungen des Deutschen Sportbundes", so Mindel. Er sieht „sehr viel Luft bei der Einbindung der Vereine für Nutzungsenetgelte". Die Zeiten kommunaler Füllhörner seien längst vorbei.

Mindel betonte, dass es sich um Empfehlungen handele. Das gilt auch für seinen Vorschlag, die Steuern anzuheben. Damit stieß er sofort auf breite Ablehnung. jo

 

 

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