Gemeinsam für Wesel

Ergebnissen der Gemeindeprüfungsanstalt

SPD-Fraktionschef Hovest hält dagegen: „Wir sind gut aufgestellt

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

Rechnungsprüfung: Hovest setzt Pflöcke

WESEL (thh) Die Untersuchung der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) im Rathaus war gestern Thema im nichtöffentlich tagenden Rechnungsprüfungsausschuss. Das GPA hat im Rahmen eines „Freiflächen­konzepts" festgestellt, dass die Zahl und Fläche der Spielplätze für die unter 18-Jährigen, so die offizielle Zuordnung, den „Maximalwert" für vergleichbare Kommunen erreicht. Empfehlung der Gemeindeprüfer: wegen des demografischen Wan­dels sei „dringender Anpassungs­bedarf" vorhanden - Sparvolumen: 110 000 Euro.

SPD-Fraktionschef Hovest hält dagegen: „Wir sind gut aufgestellt. Die Zahl der Spielplätze soll nicht verringert werden. Über die Stand­orte muss man nachdenken je nach Entwicklung der Ortsteile - etwa in der Innenstadt." WeitereSpielplatzbau sei aber im Einzefall genau zu prüfen. 

Eine weitere kritische Anmerkung des GPA zielt auf das vergleichsweise „überdurchschnittliche Angebot" Wesels an Sporthallen und -platzen. Vorgeschlagen wird von den Prüfern eine "Optimierungsanalyse der Sportanlagen", etwa was Belegung und Zeiten betrifft. Ziel: 270 000  Euro Einsparen. Hovest bremst auch hier: „Das Angebot für den Sport ist wichtig, deshalb fühlen sie viele Leute in Wesel wohl." Dies und das  breite Angebot, so Hovest, sei so politisch gewollt. Das Niveau des Sportstättenangebots müsse gehalten werden bzw. wie beim Projekt zur achten Laufbahn im Auestadion erweitert werden.

 

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

FINANZEN

Sparpotenzial bei Spiel- und Sportplätzen

Wesel. Mit den Ergebnissen der Gemeindeprüfungsanstalt befasste sich der Rechnungs-prüfungsausschuss gestern. Unter anderem ging es um Spiel- und Sportplätze. Mit beidem ist die Kreisstadt bes­tens ausgestattet, haben die Prüfer 2010 festgestellt. Bei den Spielplätzen sei der Maxi­malwert erreicht, so dass ange­sichts der rückläufigen Ent­wicklung bei den Geburten die Situation dem Bedarf angepasst werden könne. Die Prü­fungsanstalt sieht ein Einspar­potenzial von 100000 Euro. Die SPD-Fraktion denkt daran allerdings nicht und möchte die Spielplätze weiter erhalten, zumal etwa der im Feldmarker Dorotheenpark nicht nur von Kindern und Jugendlichen, sondern zusätz­lich von Erwachsenen und Senioren genutzt wird. Nach diesem Vorbild könnten dann auch anderswo Plätze umge­staltet werden. Ein überdurchschnittliches Sportplatzangebot wird der Stadt Wesel ebenfalls beschei­nigt. Auch der Vereinssport sei sehr dominant. Einsparmög­ lichkeit laut Gemeindeprü­fungsanstalt hier: 270000 Euro. SPD-Fraktionschef Lud­ger Hovest möchte stattdessen weiter investieren, etwa bei der achten Laufbahn im Auestadion. Sport- und Spielplatz­ angebot seien schließlich die Highlights, mit denen man für Wesel werbe. Und da sich die Menschen hier wohlfühlten
sei die Einwohnerzahl auch relativ stabil und es gebe kaum Abwanderung. P.H.

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