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Frauenquote...

Hovest "Ohne Zwang werde sich auch zukünftig nichts ändern"

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FRAUENQUOTE

Hovest: Guter Vorstoß, MIT: Einmischung

Wesel. Die Diskussion um die Frauenquote in Führungsposi­tionen (die NRZ berichtete) stößt beim SPD-Fraktionsvor­sitzenden Ludger Hovest auf Verwunderung. „Seit zehn Jahren gibt es die freiwillige Verpflichtung der Wirtschaft, signifikant hat sich nichts ver­ändert", stellte er jedoch fest. Ohne einen Zwang und eine Änderung der Geisteshaltung von Führungspersönlichkeiten werde sich auch zukünftig nichts ändern. Er unterstütze deshalb den Vorstoß von Arbeitsministerin von der Leyen, eine Quote verbindlich festzulegen. „Es gibt Männer­seilschaften, die durch tätiges Handeln verhindern, dass Frauen in Führungspositionen gelangen", kritisierte Hovest. In Wesel sehe es aber recht positiv aus, erklärte der Frak­tionsvorsitzende und zählte neben Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die Leiterin der VHS und des Bauvereins als Beispiele auf.

Die CDU-Mittelstandsver­einigung (MIT) sprach sich gestern sowohl gegen eine ver­pflichtende als auch gegen eine freiwillige gesetzliche Quotenregelung aus. Bezirks­vorsitzender Michael Darda und Dr. Ulrich Erens, Vorsit­zender der MIT im Kreis Wesel, sehen durch beide Überlegungen die Handlungs­freiheit der Unternehmer ein­geschränkt. „Wir fordern daher die Politik auf, sich auf ihre Zuständigkeiten zu besin­nen und von einer gesetzli­chen Quotenregelung für Unternehmen grundsätzlich Abstand zu nehmen", erwartet Darda. Erfahrungen aus der Politik zeigten, dass Quotenre­gelungen nicht selten zu Las­ten der Qualifikation gingen, so Darda. „Es ist nicht die Auf­gabe des Staates, Personalpoli­tik für Unternehmen zu betrei­ben", ergänzte Erens.

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M.B.