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Holzweg: Hovest versteht den Landrat nicht

„Dann müsste man vor jedem Radarwagen einen Schutzmann stellen"

Ludger Hovest, SPD Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, SPD Fraktionsvorsitzender

Ludger Hovest, SPD Fraktionsvorsitzender

Wesel. Das Thema verdeckte Kontrollen am Bahnübergang Holzweg ist für SPD-Frak­tionschef Ludger Hovest auch nach einem ablehnenden Schreiben des Landrates nicht abgeschlossen. Unterstützung für seine Forderung, Zivilbe­amte sollten kontrollieren, fand Hovest bei Mitgliedern des Verkehrsausschusses. Des­halb wird die Verwaltung den Landrat anschreiben, ob nicht doch verdeckte Kontrollen möglich sind.

Seit geraumer Zeit gibt es am Bahnübergang, der von vielen Schülern genutzt wird, Kontrollen. Einsatzkräfte der Bundes- und der Kreispolizei sowie der Stadtwacht kontrol­lieren vor und nach dem Unterricht. Die uniformierten Beamte würden abschrecken, argumentiert der Landrat.

„Mit einer Überwachung in bürgerlicher Kleidung müssten bewusst gefährliche Ver­kehrssituationen zugelassen werden, um diese ahnden zu können," so der Landrat. Dies wäre mit dem gesetzlichen Auftrag der Gefahrenabwehr nicht vereinbar.

Eine Argumentation, die Hovest nicht so recht nach­vollziehen kann. „Dann müsste man vor jedem Radarwagen einen Schutzmann stellen", so der SPD-Fraktionsvorsitzen­de. Wenn am Übergang Zivil­beamte fünf erwischen wür­den, die die Gleise trotz geschlossener Schranke über­queren, und sie es weitererzäh­len, würde es eine größere erzieherische Wirkung haben, ist sich Hovest sicher.mt

 

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