Gemeinsam für Wesel

Klimaschutzkonzept für die Stadt Wesel

Antrag der SPD Fraktion an die Bürgermeisterin

SPD-Fraktion fordert Klimaschutzkonzept für Wesel
SPD-Fraktion fordert Klimaschutzkonzept für Wesel
Antrag zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 2. September 2009

 

 

Sehr geehrte Frau Westkamp,

 

hiermit beantragen wir, dem Haupt- und Finanzausschuss den nachstehenden Vorschlag zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen:

1) Die Verwaltung wird beauftragt, ein Klimaschutzkonzept für die Stadt Wesel zu erarbeiten.  

    Dieses Konzept soll den derzeitigen Stand in Wesel darstellen, bisherige Maßnahmen auf- 

    listen und insbesondere umsetzbare Projekte für die Zukunft (5 bis 10 Jahre) auflisten.

2) Als Basis für ein solches Konzept ist eine CO²-Bilanz für Wesel zu erstellen. Dafür kann

    kostengünstig das EDV-Programm des Klimabündnisses verwendet werden, das auch von

    vielen anderen deutschen Städten derzeit verwendet wird.

3) Es wird eine Übersicht erstellt, wo bereits Solardächer installiert sind bzw. wo die
    Installation beschlossen ist und wann die Anlagen voraussichtlich in Betrieb gehen.

4) Als "Sofort-Maßnahme" soll für Wesel eine Solardach-Potenzialanalyse erstellt werden,
    um  die Nutzung von Sonnenenergie zu fördern.

5) Ergänzend zu der 80 %-igen Förderung durch den Bund wird mit den Stadtwerken und

   dem RWE gesprochen, ob sie nicht den Eigenanteil übernehmen und sich damit deutlicher

   als bisher im Klimaschutz engagieren können.

6) Die städtischen Töchter werden aufgefordert, ebenfalls im Sinne dieses Antrages zu
    handeln. Die Verwaltung wird beauftragt, die städtischen Töchter abzufragen, wo sie
    bereits Solardächer erstellt haben und was sie zukünftig auf ihren Gebäuden tun werden.

7) Die Stadt wirbt dafür, dass auch die ortsansässigen Gewerbebetriebe eine Klimabilanz

    aufstellen und veröffentlichen (Beispiel: "Öko-Profit").

 

 Erläuterung:

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert derzeit mit Millionenbeträgen Konzepte und Maßnahmen im Bereich Klimaschutz. Bei den Förder-mitteln handelt es sich i. d. R. um zu 80 % nicht rückzahlbare Fördermittel. Diese sind
bereits an mehrere deutsche Städte vergeben worden, meistens handelte es sich um

6-stellige Eurobeträge.

Grundlage für die Klimaschutzplanung in Wesel ist ein Konzept, das den Stand der Dinge zusammenfasst, gute Maßnahmen aufgreift, die bereits begonnen wurden und vor allem eine Liste von machbaren und finanzierbaren Projekten für Wesel erstellt.

Die Stadt Wesel wird beauftragt, kurzfristig einen Förderantrag zu formulieren und Mittel für ein solches Integriertes Klimaschutzkonzept beim BMU zu beantragen. Ein weiterer Bestandteil des Förderantrags soll eine Solardach-Potenzialanalyse sein. In Osnabrück wurde sie durchgeführt unter den Namen "Sun Area". Das Ziel des Projektes ist es, eine Übersicht über alle Weseler Dächer in Bezug auf ihre Nutzbarkeit für Solarenergie zu erstellen und damit den Bürgerinnen und Bürgern den ersten Schritt für ein Solardach zu erleichtern.

Auf der Basis von Daten einer Laserscan-Befliegung, die das Landesamt für Vermessung
regelmäßig für NRW durchführt, wird eine Auswertung vorgenommen, die z.B. die Fachhochschule Osnabrück als Gutachten auch anderen Städten anbietet. Das Ergebnis ist beispielsweise, dass jede Bürgerin und jeder Bürger auf der Homepage der Stadt Wesel nur seine Adresse eingeben muss und automatisch erfährt, ob sich sein Dach für die Solarenergie-Nutzung eignet, wie hoch die Kosten der Installation und insbesondere wie hoch der Gewinn ist.

"Sun Area" wird mittlerweile nicht nur in Osnabrück sondern auch in Gelsenkirchen und
einigen anderen Städten erfolgreich eingesetzt.

Das "Klimabündnis" stellt den Kommunen kostengünstig ein Software-Tool zur Verfügung, das schnell und einfach eine CO²-Bilanz für Wesel errechnet. Diese Software wird bereits von zahlreichen anderen deutschen Städten eingesetzt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ludger Hovest

Fraktionsvorsitzender

 

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