Gemeinsam für Wesel

Hundert Prozent Demokratie im Bereich Schule

Gemeinsame Presseerklärung der Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und WWW-Piraten

SPD-Fraktion,

Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen,

Fraktion Die Linke,

WWW – Piraten Fraktion

im Rat der Stadt Wesel

19. Juni 2015

Presseerklärung

Hundert Prozent Demokratie im Bereich Schule

Die betroffenen Eltern im Grundschulbereich (Klasse 4) stimmen jedes Jahr zu fast 100 Prozent über die Weseler Schulformen ab, indem sie ihre Kinder anmelden. 

Mehr Mitbestimmung gibt es nicht ! 

Die Elternabstimmung hatte in den letzten Jahren zum Ergebnis, dass die Eltern bei ihrer Erstanmeldung mit dem bestehenden Schulangebot in Wesel nicht mehr einverstanden sind und die Kinder teilweise in Schulen eingeschult werden mussten, die für diese Eltern zweite Wahl waren.

Und trotzdem konnten in der Vergangenheit beide Realschulen nur mittels Sondergenehmigungen am Leben erhalten werden. Offensichtlich ist die derzeitige Schullandschaft in Wesel – gerade auch im Hinblick auf die Demographie – nicht zukunftsfähig.

Weil dieser Trend sich immer mehr verstärkt ist Handeln dringend erforderlich und das Bildungsbündnis SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, Die Linke und WWW-Piraten Fraktion hat nach intensiven Diskussionen und eingehenden Beratungen einen Vorschlag für die Zukunft unterbreitet.

Eine erweiterte Gesamtschule, eine Realschule und zwei Gymnasien - das ist unsere Lösung. 

Diese Lösung kann man selbstverständlich diskutieren und kritisieren, aber Kritik ohne eigene Vorschläge reicht nicht aus.

Wer jetzt Unterschriften sammelt, was selbstverständlich legitim ist, streut den Eltern Sand in die Augen.

Die Entscheidung, in welcher Schulform die Kinder angemeldet werden, liegt einzig und allein bei den Eltern der Grundschüler Klasse 4.

Wenn man Kritik übt, muss man Alternativen aufzeigen.

CDU und FDP haben es aber bis heute versäumt einen anderen Vorschlag zu unterbreiten; auch darin zeigt sich ihre argumentative Schwäche.

Das Ansinnen, die Entscheidung zu verschieben und ausgerechnet die Eltern und Bürgerinnen und Bürger befragen zu wollen, die mit der Einschulung im nächsten Jahr 2016 nichts mehr zu tun haben, können und werden wir nicht akzeptieren.

In der Ratssitzung am 23. Juni werden beide Seiten ihre Argumente austauschen.

Dann muss abgestimmt werden, weil sonst keine Berücksichtigung des Elternwillens für das Schuljahr 2016/2017 möglich ist.

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