Gemeinsam für Wesel

Zukünftiger ÖPNV im Hessenviertel

Antrag an die Bürgermeisterin

13. Oktober 2014

Sehr geehrte Frau Westkamp,

mit der voranschreitenden Planung im Hessenviertel stellt sich die Frage, wie die zukünftigen Bewohner an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden. Da eine Veränderung der Linienführung bei der NIAG ein langwieriges Verfahren ist, bitten wir Sie jetzt schon, sich darüber Gedanken zu machen und mögliche Vorschläge in den zuständigen Ausschüssen zur Diskussion zu stellen.

Aus Sicht der SPD bieten sich drei Lösungsmöglichkeiten an:
   1. Die Linie aus Lackhausen wird über die Kreuzung Emmericher Straße/Holzweg
       ins Hessenviertel verlängert.
   2. Die Linie aus dem Hanseviertel wird in das Hessenviertel verlängert.
   3. Die Linie, die über die Hamminkelner Landstraße fährt, wird über die neue Unter-
       führung der Bundesbahn, Hessenweg in das Hessenviertel geführt.
                
Wir bitten, hier geeignete Vorschläge mit der NIAG zu erarbeiten und dann rechtzeitig und umfassend zu beraten. Die SPD legt allergrößten Wert darauf, dass neben der Beratung in den Fachausschüssen auch eine breite Bürgerbeteiligung stattfindet.
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung stellen wir uns vor, dass über Alternativen gesprochen und beraten wird.

Da der Fahrplan im Rahmen der neuen Busführung mit Sicherheit an verschiedenen Stellen angepasst werden muss, schlagen wir heute schon vor, dass alle Anregungen der Vergangenheit und auch die gelegentliche Kritik sowohl an der Linienführung als auch am Fahrplan soweit wie möglich Berücksichtigung finden und eingearbeitet werden. Besonderen Wert legen wir darauf, dass sehr genau auf den Fahrplan der Deutschen Bundesbahn geschaut wird und eine nach Möglichkeit hundertprozentige Taktung des Fahrplans der NIAG mit der DB erfolgt. Hier ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Beschwerden gekommen, da die Takte nicht exakt passen bzw. die Übergangszeiten zu kurz sind. Auch hier ist es nach Jahren ohne Veränderung notwendig, kritisch die Fahrpläne zu hinterfragen und nach Möglichkeit für die Benutzer des ÖPNV anzupassen.

Der Weseler Bahnhof entwickelt sich immer mehr zu einem Dreh- und Angelpunkt für Pendler in Richtung Ruhrgebiet und Düsseldorf. Die SPD Wesel erwartet, dass sich mit Fertigstellung der Parkplatzanlage auf der innerstädtischen Seite dieser Trend verstärkt und weitere Bürgerinnen und Bürger den Weg zur Arbeit mit Hilfe des ÖPNV bewerkstelligen. Dies ist ökologisch dringend erforderlich und ökonomisch sehr sinnvoll.

Wenn das Angebot des ÖPNV attraktive Buslinien aus den Stadtteilen zum Weseler Bahnhof und attraktive und schnelle Anschlüsse der DB mit einer bürgerfreundlichen Preisgestaltung stimmen, wird Wesel auch immer attraktiver für Menschen, die gerne in Wesel wohnen und woanders arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Ludger Hovest
Fraktionsvorsitzender

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