Gemeinsam für Wesel

Klare Stellungnahme der SPD zum Verbleib des Kaiser-Denkmal

Wesel habe andere verdiente Persönlichkeiten wie den Gründer New Yorks, Peter Minuit. Und der hat schon ein Denkmal.




SPD: Kaiser Wilhelm I. soll ins Museum

WESEL (bp) Die SPD möchte Kaiser Wilhelm I. zwar nicht gänzlich aus Wesel verbannen, aber ihn sozusa­gen unter Hausarrest stellen. In der Debatte um den richtigen Standort für das ehemalige Kaiser-Denkmal hat Ludger Hovest gestern eindeutig Position bezogen: „Der Torso gehört ins Preußen-Museum, eingebettet in seinen historischen Kontext. Ein öffentlicher Standort kommt für die SPD nicht infrage", sagte Hovest gestern im Vorfeld der heutigen Sitzung des Ausschusses für Kultur (RP berichtete).

Das sei „keine Frage des Geldes", so der Chef-Genosse weiter. Befür­worter der Aufstellung des Kaiser-Denkmals, das einst vor dem Bahn­hofstand, im Zweiten Weltkrieg be­schädigt und dann abgeräumt wor­den ist, schlagen eine Restaurierung vor und die Anfertigung eines ange­messenen Sockels. Das würde laut Verwaltungsvorlage rund 47 000 Euro kosten. Das Geld gäben Sponsoren, wenn der Kaiser nach drau­ßen käme. „Aber", so Hovest, „ein Denkmal im öffentlichen Raum auf­zustellen, bedeutet immer eine Würdigung. Dafür gibt es in dem Fall überhaupt keinen Anlass und würde schlicntweg nicht in die Zeit passen. Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert." Wesel habe andere verdiente Per­sönlichkeiten wie den Gründer New Yorks, Peter Minuit. Und der hat schon ein Denkmal.

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