Gemeinsam für Wesel

In einem abgestimmten Verfahren wird geprüft, wie auch die Stadt Wesel einen Beitrag zur Energiewende schaffen kann

Die Position der SPD ist klar. Wir wollen die Energiewende auch in Wesel. Wir wollen auch, dass die Stadtwerke Wesel Windräder errichten, wenn es geeignete Standorte gibt

Antwort auf Schreiben vom 4. Feb. 2014 von Bürgerinnen und Bürger, Wohnhaft Lippeblick, Fusternberger Str., An der Brauerei, Am Buttendick, Brunnenstr.

Sehr geehrte Damen und Herren,

danke für Ihre Zuschrift in Sachen Windräder in der Lippeaue, die wir selbstverständlich gerne in unsere Überlegungen einbeziehen: „Wie auch die Stadt Wesel einen Beitrag zur Energiewende schaffen kann“.

Mit Erstaunen haben wir allerdings die Antworten der Weseler CDU und FDP auf Ihr Schreiben vernommen, da Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, bewusst Sand in die Augen gestreut wird. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen die aktuelle Beschlusslage erläutern:
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat einstimmig mit allen Fraktionen in Wesel eine Strategie verabschiedet, wie sich zukünftig die Stadtwerke Wesel in zusätzlichen Bereichen wirtschaftlich betätigen sollen. Ausdrücklich wird hier betont, dass alternative Energie durch Windräder in Wesel und außerhalb von Wesel erfolgen soll. Die Stadtwerke haben sich per einstimmigen Beschluss Anteile an Windparks in Polen und in Frankreich gesichert.
Geschäftsführer Franz Michelbrink hat darüber hinaus gutachterlich feststellen lassen, wo im Stadtgebiet von Wesel geeignete Stellen zur Errichtung von Windrädern existieren.
Dies ist in einem formellen Verfahren geschehen, unter Beachtung bekannter Vorschriften wie z. B. Schutzgebiete, Abstandserlasse usw.
Übrig geblieben sind circa ein halbes Dutzend Standorte, die theoretisch möglich wären, links- und rechtsrheinisch.
Der Aufsichtsrat hat nun den Geschäftsführer beauftragt, die Standorte mit den Eigentümern zu sichern und die Stadt Wesel führt unter Einschaltung des Kreises eine exaktere Prüfung - welche Standorte letztendlich geeignet sind- durch.
Wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, sind die Standorte zwischenzeitlich durch die Stadtwerke Wesel gesichert und die Stadtwerke wollen dann dort Windräder errichten.
Wenn die FDP heute sagt, sie will überhaupt keine Windkrafträder in Wesel, sollten Sie sich als Weseler Bürgerinnen und Bürger fragen, warum wird dieser Aufwand betrieben und Geld für Gutachten, Expertisen (Tausende von Euro) usw. ausgegeben, wenn man am Ende sowieso keine Windkraft in Wesel will?  
Das bezahlen Sie über Ihre Rechnung bei den Stadtwerken.
Die CDU sagt nun, sie will linksrheinisch keine Windkrafträder- aber rechtsrheinisch, oder sie will linksrheinisch so viele wie rechtsrheinisch errichtet werden. So ein Unsinn. Das ist Ideologie und Drücken vor der Verantwortung.
Man soll klar sagen, was man will oder nicht.
Die Position der SPD ist klar. Wir wollen die Energiewende auch in Wesel. Wir wollen auch, dass die Stadtwerke Wesel Windräder errichten, wenn es geeignete Standorte gibt.
Allerdings sind wir der Meinung, dass das Errichten eines einzelnen  Windrades, wo zufällig eine Lücke in den Plänen ist (z. B. in ökologisch sensiblen Bereichen) keinen Sinn macht.    
Sinn macht es nur, an geeigneten Stellen einen Windpark mit mehreren Windkrafträdern zu errichten.
Wir stehen zu den laufenden Untersuchungen, wir wollen diese auch positiv begleiten, wobei Landschaftsschutz und Naturschutz für uns ein hohes Gut sind.

Wir nehmen Ihr Schreiben zum Anlass, in der nächsten Aufsichtsratssitzung der  Stadtwerke, am 20. März 2014, uns einen aktuellen Bericht  des Geschäftsführers Franz Michelbrink zu diesem Thema geben zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest
Fraktionsvorsitzender

 

Lokalkompass

 

 

Windräder: mehr Protest in der Lippeaue - SPD hält Kurs

Hovest (SPD) rügt CDU sowie FDP und nennt Standorte.

VON THOMAS HESSE

WESEL Irmgard Testrut und Corne­lia Lemm haben mittlerweile 1180 Unterschriften gesammelt, um den Windrad-Standort Lippeaue zu ver­hindern. „Die Türen öffnen sich wie von selbst, seit die RP berichtet hat. Die Leute wurden auf das Thema gestoßen und fühlen sich erst jetzt informiert", sagen die Frauen, die von Tür zu Tür ziehen. Ihr Wider­stand ist von unaufgeregter, aber konsequenter Art. „Wir wollen keine Konfrontation. Wir bleiben beharr­lich, denn niemand kann verstehen, was ein Windrad im Naherholungs­bereich soll", sagen sie. Es geht ih­nen nur um den Bereich Aue zwi­schen Lippehafen und dem alten Lippearm. Ein paar Meter weiter, di­rekt am Umspannwerk, ist auch ein Windrad-Standort vorgesehen. Der ist nicht Gegenstand des Protests.

Planungsrechtlich ist das Thema noch nicht spruchreif. Entschei­dend ist nun, was Politik und Verwaltung sagen. Im Rathaus wissen die Protestler Bürgermeisterin Ulri­ke Westkamp auf ihrer Seite, in der Politik CDU und FDP. Von den Grü­nen erwarten sie keine Hilfe, auf die SPD aber warten sie. Von der kam gestern eine grundsätzliche Reakti­on. Fraktionschef Ludger Hovest hat seine Zweifel am Sinn des Standorts Lippeaue. Ansonsten aber wundert er sich über CDU und FDP. Denn die hätten im Stadtwerke-Aufsichtsrat für ein Gutachten zu Windmühlen-Standorten gestimmt. Strategie sei, dass alternative Energieerzeugung durch Windräder in Wesel und au­ßerhalb von Wesel erfolgen soll.

Der Auftrag, so Hovest, bestehe, dass sich die Stadtwerke Standorte sichern. „Wer die Energiewende in Wesel will, muss auch bauen. CDU und FDP drücken sich vor der Ver­antwortung", sagt er. Standorte sei­en: Lackhausen an der Grenze zu Brünen, Lippemündung und Pet-tenkaul in Ginderich. Außen vor bleibt inzwischen Diersfordt.

 

 

 

FDP will keine Windräder, die SPD schon

Und die CDU nur rechtsrheinisch

Wesel. Die Bürgerinnen und Bürger, die sich um die Lippeaue sorgen und Unterschriften sammeln, weil sie als Standort für Windkrafträder in Fra­ge kommt (wir berichteten), haben von CDU, FDP und SPD mittlerwei­le eine Antwort erhalten. Während die SPD klipp und klar sagt, dass sie zu den laufenden Untersuchungen steht, lehnt die FDP Windräder in Wesel mittlerweile ab. Die CDU wie­derum, so SPD-Fraktionsvorsitzen­der Ludger Hovest, möchte links­rheinisch keine Windrädermehr, da­für rechtsrheinisch, oder gleich viele Anlagen auf beiden Rheinseiten. „Das ist Ideologie und Drücken vor der Verantwortung", kommentiert Hovest dies in seinem Antwort­schreiben an die sechs Unterzeich­ner der Bürgerinitiative vom Fus-ternberg und aus Obrighoven.

Er erinnert zudem daran, dass der Stadtwerke-Aufsichtsrat einstimmig mit allen Fraktionen eine Strategie verabschiedet habe, wie sich die Stadtwerke künftig in weiteren Be­reichen wirtschaftlich betätigen sollen. Ausdrücklich gehe es dabei um alternative Energie durch Windrä­der. Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink habe dazu gut­achterlich geeignete Standorte er­mitteln lassen, was tausende von Euro gekostet habe. Nun gehe es an die exaktere Standortprüfung, im Blick seien Windparks mit mehre­ren Rädern. Landschafts- und Natur­schutz seien für die SPD ein hohes Gut. Doch die Stadtwerke sollen Windräder bauen, wenn es geeignete Standorte gebe. Hovest hätte gern am 20. März im Stadtwerke-Auf­sichtsrat einen aktuellen Bericht von Geschäftsführer Michelbrink dazu.

Als möglicher Standort ist links­rheinisch der Bereich an der Ab­grabung Pettenkaul genannt. Rechtsrheinisch sind es unter ande­rem Areale in Lackhausen, im Lip­pemündungsraum, im Diersfordter Wald und in besagter Lippeaue.P.H.

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