Gemeinsam für Wesel

SPD fordert Arbeitsplätze

Diskussion um die Folgenutzung für das Flachglas-Gelände hat begonnen

Presseberichte und Stellungnahme von Karlheinz Hasibether

 

 

Flachglas: SPD und FDP kritisieren CDU-Idee

19.07.2013

Wesel (RP). Der Vorschlag von Jürgen Linz, das Ex-Flachglas-Areal städtebaulich zu entwickeln, ruft Kritiker auf den Plan. weiter lesen

18.07.3013
 

Was kommt nach Flachglas?
Zwischen Gewerbe und Wohnen: Die Diskussion um die Folgenutzung für das Flachglas-Gelände hat begonnen.
Wesel. Nur mal so eine Idee hat Jürgen Linz da gehabt. In Duisburg und Neuss könne man sehen, wie schön sich Gewerbe und Wohnen miteinander verbinden ließen, und insofern könne das doch auch ein Thema für das verwaiste Flachglas-Gelände sein. weiter lesen

 

 

Karlheinz Hasibether,
Mitglied des Rates der Stadt Wesel
und Planungssprecher
 

Wohnen auf dem Flachglasgelände

Der Vorschlag, auf dem Flachglasgelände gehobenes Wohnen in Rheinnähe unterzubringen, ist so neu nicht. Allerdings gilt es, dies mit Augenmaß anzugehen. Die an den Realitäten gescheiterten Pläne, gehobenes Wohnen mit Dienstleistungen und Gastronomie im Bereich des Stadthafens anzusiedeln, haben gezeigt, wie schwierig es ist, industriell genutzte Areale mit Zukunftsvisionen zu überziehen.

Zunächst einmal: Noch wird produziert. Wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Produktionsanlagen ansiedeln zu wollen, zeugt nicht gerade von vertiefter Kenntnis des Planungsrechts, das solches Nebeneinander von gegenseitig sich beeinträchtigenden Nutzungen ausschließt. Auch die enormen Kosten, die für die Freilegung und Aufbereitung eines solchen Areals notwendig sind, schränken die Möglichkeiten der Realisierung eines solchen Vorhabens sehr stark ein.

Die Wiedernutzbarmachung vormals industriell genutzter Flächen setzt voraus, dass umfangreiche vorbereitende Untersuchungen, beispielsweise zu Altlasten, durchgeführt werden müssen. Wie aufwendig dies ist, habe ich selbst in meiner langjährigen Praxis als Stadtplaner oft genug erfahren.

Schön, es wäre wirklich eine gute Perspektive, die Abriegelung der Stadt von der Freizeit-, Natur- und Erholungslandschaft der Weseler Aue aufzuheben und die unmittelbare Verbindung der Innenstadt zum Rhein herzustellen. Aber, studentische Wettbewerbe sind da nicht die Lösung des Problems, wie bereits „Wesel an den Rhein" im Stadthafen gezeigt hat. Dadurch bekommt man allenfalls schöne Entwürfe, deren Umsetzbarkeit aber von vielen Voraussetzungen abhängig ist.

Da zeugt das Vorpreschen des Bürgermeisterkandidaten der CDU nicht gerade von Weitsicht. Hier wird die Zeche ohne den Wirt gemacht und zu einem Zeitpunkt Begehrlichkeiten geweckt, die nur hinderlich für eine positive künftige Entwicklung dieses Gebietes sein können. Die Erwartungen für den Grundstückseigentümer für eine Verwertung des Grundstücks werden bereits zu einem Zeitpunkt in die Höhe geschraubt, zu dem noch überhaupt keine fundierten Erkenntnisse über die Voraussetzungen einer neuen Nutzung vorliegen.

Wir brauchen keine neuen Wolkenkuckucksheime, sondern ein seriöses Vorgehen für die Entwicklung eines sicherlich sehr interessanten Areals für die künftige Stadtentwicklung. Dazu genügt aber nicht, studentische Wettbewerbe durchzuführen, sondern ein behutsames Vorgehen, das die vorhandene Situation zunächst gründlich untersucht und realistische Möglichkeiten der Umsetzung unter Beachtung aller ökonomischen Einflussfaktoren analysiert.

 

Nicht zuletzt ist die Bedarfssituation für weitere Wohnbauflächen und andere Nutzungen ins Kalkül zu ziehen unter Berücksichtigung vorhandener Bauflächenausweisungen im übrigen Stadtgebiet und diesbezüglicher landesplanerischer Vorgaben. Die Entwicklung eines solch großen Areals erfordert eine sehr große Investitionssumme für Baureifmachung, wie Abriss vorhandener baulicher Anlagen und Erschließung mit Infrastruktur (Straßen, Ver- und Entsorgung). Letztlich muss für ein solches Projekt dann auch genügend Nachfrage vorhanden sein.

Und nicht zu vergessen: es muss die Partizipation der Betroffenen und der Bürgerschaft in diesen Prozess einbezogen werden. Wie viele vergleichbare Großprojekte zeigen, kann heutzutage keine Planung von oben ohne breite Beteiligung erfolgreich umgesetzt werden.

Es wird daher noch ein langer Weg zu der Verwirklichung der Zukunftsvision „Wohnen am Rhein" zurückgelegt werden müssen. Voreilige Ankündigungen im Wahlkampf helfen da nicht weiter.

Mit freundlichen Grüßen


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