Gemeinsam für Wesel

Integrationspreis an Horst Höpken. Die Mitglieder des Integrationsrates votierten einstimmig für den 73-jährigen

Aktualisiert 22. Mai 2013

Integrationspreis für Box-TrainerHorst Höpken, Geschäftsführer des Weseler Boxclubs, erhält am 6. September den

Integrationspreis der Stadt Wesel. Für ihn zählt die Begeisterung für den Sport,
nicht die Herkunft seiner Schützlinge.

VON NIELS EBLING
22.05.2013

WESEL Ein Blick auf die Aktivenliste des Weseler Boxclub macht deut­lich: Beim Sparring stehen sich Sportler aus unterschiedlichen Her­kunftsländern gegenüber. Horst Höpken (73), seit 1955 Mitglied des Vereins und seit 1964 ohne Unter­brechung im Vorstand tätig, hat gro­ßen Anteil daran, dass sie sich dort heimisch fühlen. Der heutige Ge­schäftsführer wird deshalb am 6. September im Bühnenhaus im Rah­men der Interkulturellen Tage mit dem Integrationspreis der Stadt ausgezeichnet. Die SPD-Fraktion hatte ihn vorgeschlagen, die Mit­glieder des Integrationsrates votier­ten einstimmig für den 73-Iährigen. Früher tänzelte Höpken als Wel­tergewicht leichtfüßig durch den Ring. Auch heute hängt er nicht in den Seilen, sondern stülpt sich zwei- bis dreimal die Woche die Boxhandschuhe über, um mit sei­nen Schützlingen zu trainieren."Mir ist völlig egal, ob jemand katholisch, evangelisch oder muslimisch ist oder woher er kommt. Niemand wird schräg angeschaut oder behandelt. Uns alle verbinbindet die Liebe zum Sport", sagt er. Integration ist für ihn nur ein großes Wort. Etwas Selbstverständliches, Als in den 70er Jahren die ersten türkischstämmigen Bürger kamen und herzlich aufgenommen wurden, war das der Startpunkt einer Entwicklung, die in einen multikulturellen Verein mündete. „Das ist doch bei uns nichts anderes als in den meisten Fußballvereinen", gibt sich Höipken bescheiden. Das friedliche Miteinander basiert für ihn auf einfachen Grundregeln. Aggression habe im Boxsport nichts verloren. „Deswegen gibt es auch keinerlei Probleme, wenn hier ein Kurde ge­gen einen Türken boxt."

Nur einmal hätten die unter­schiedlichen Nationalitäten ihm beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das war vor rund 25 Jahren, als Höpken mit sei­nem Nachwuchs in einen Freizeit­park in den Niederlanden fahren wollte. Damals, vor der Zeit offener EU-Grenzen, gerieten sie in eine Passkontrolle. Blöd nur, dass einige seiner türkischen Schützlinge keine gültigen Papiere bei sich trugen. Gut, dass die Zöllner ein Auge zuge­drückt haben. Für die Jugendlichen des Boxclubs ist Höpken auch heute noch mehr als nur ein Trainer. Ein offenes Ohr und eine helfende Hand hat er auch in privaten Notlagen.

Den Spaß an seiner Arbeit merkt man ihm jede Sekunde an. „Der Boxverein ist sein Leben", sagt Vor­sitzender Wolf gang Heyden. Der 73-Jährige sorgt regelmäßig dafür, dass der Nachwuchs in den Sommerferien das Sportabzeichen macht. Schon jetzt trainiert der Träger der Ehrennadel des Deutschen Boxver­bands eifrig mit, um im Sommer ebenfalls die Prüfung für das golde­ne Abzeichen zu bestehen. „Nach Jahren bin ich mal wieder Seilchen gesprungen und habe jetzt einen or­dentlichen Muskelkater", erzählt er. Die Halle an der Neustraße in der Innenstadt ist seine Heimstätte. „Zum Boxen bin ich immer hier her­gekommen", sagt er. Solange es sei­ne Gesundheit zulässt, wird er das auch weiter tun.

Boxen

Horst Höpken soll Wesels Integrationspreis erhalten

vom 23.04.2013

..Horst Höpken ist von der SPD-Fraktion für den Integrationspreis der Stadt Wesel vorgeschlagen worden. Der Geschäftsführer des Weseler Boxclubs (WBC) erfüllt nach Angaben der Partei "... mehr

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Bürgermeisterin

Frau Ulrike Westkamp

im Hause

22. April 2013

 

Förderpreis „Integrationspreis der Stadt Wesel, gestiftet von der Verbands-Sparkasse Wesel“

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

die SPD-Fraktion schlägt für den Förderpreis „Integrationspreis der Stadt Wesel, gestiftet von der Verbands-Sparkasse Wesel“ Herrn Horst Höpken vor.

Herr Höpken erfüllt in außerordentlichem Maß die Anforderungen, die an die Vergabe des Integrationspreises gestellt werden.

Begründung:

Horst Höpken ist seit 1955 Mitglied im Weseler Boxclub 1922 e.V. und seit 1964 ohne Unterbrechung im Vorstand tätig, zurzeit als Geschäftführer und Trainer.

Bereits in den 70er Jahren zeigte er jungen Migranten durch den Boxsport eine Zukunftsperspektive auf.

Integration, gelebtes Miteinander und die Unterstützung und das Fördern von jungen Menschen aus unterschiedlichen Nationen war ihm ein Anliegen und für ihn immer selbstverständlich.

Herr Höpken setzt sich seit Jahrzehnten unermüdlich im Weseler Boxsport ein und führt Boxveranstaltungen in Wesel durch mit unterschiedlichen Boxern aus verschiedenen Ländern und mit Migrationshintergrund und begleitet seine Boxer zu Kämpfen ins Ausland ( Niederlande, Russland, Polen), wodurch ein reger internationaler Austausch entstand, trainiert mindestens zwei Mal die Woche mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und

nimmt auch mit seinen Jugendlichen an anderen Sportarten teil. So sind sie seit Jahren beim Drei-Wiesel-Lauf mit gemischten Staffeln dabei.

Außerdem sorgt er dafür, dass seine Schützlinge regelmäßig im Sommer das Deutsche Sportabzeichen machen.

Seit etlichen Jahren setzt er sich auch für das Mädchenboxen ein; eine seiner Schützlinge ist in diesem Jahr NRW-Meisterin geworden ist.

Er kümmert sich immer um jugendliche Migranten und zeigt gelebte Integration, die auch zu den großen sportlichen Erfolgen des Weseler Boxclubs führte.

Herr Höpken gibt jedem, der den Boxsport betreiben will, eine Chance, unabhängig von der sozialen Herkunft oder der Nationalität.

Er zeigt, dass man mit Sport einen Integrationsfaktor erreichen kann, der auch im Alltagsleben mehr als wünschenswert wäre.

Herr Höpken hat sich nach Meinung der SPD – Fraktion in besonderer Weise für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in der Gesellschaft eingesetzt und sich um die Menschen mit Migrationshintergrund verdient gemacht.

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest

Fraktionsvorsitzender

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