Gemeinsam für Wesel

Jens Briese, neuer Häfen-Geschäftsführer als Gast bei der SPD-Fraktion

Pressespiegel

„Es darf keine Denkverbote für den Geschäftsführer geben, keine Vorgaben, die in Planwirtschaft hineingehen." sagte Ludger Hovest

Jens Briese, Häfen-Geschäftsführer
Jens Briese, Häfen-Geschäftsführer

 

Jens Briese, Häfen-Geschäftsführer

 

Häfen-Geschäftsfiihrer: Gewaltige Aufgabe

Jens Briese erläuterte auf Einladung der SPD-Fraktion, wohin die Reise in Wesel und Emmelsum gehen soll

 Kreis Wesel. „Nach drei Wochen habe ich noch kein Konzept", sagte Jens Briese, gerade bestellter Geschäftsführer des neuen Häfen-Verbundes Delta-Port. Bei einer Veranstaltung der SPD-Fraktion gestern im Welcome-Hotel deutete er aber an, wohin mit ihm die Reise gehen soll, dass es eine „gewaltige Aufgabe" sein wird, Wesel zu einem leistungsfähigen Standort zu machen, von dem Projektentwickler derzeit nicht mehr als den Namen kennen.

Einzelne Hafen-Anliegerfirmen nützten das Treffen zur Kontaktaufnahme mit ihm. Briese sprach sich gegen eine einseitige Festlegung für die Häfen aus: „Die Entscheidung trifft der Unternehmer." Allerdings gibt es Grenzen. Der Stadthafen werde Schüttgut-, vielleicht auch Stückgut-Hafen bleiben, Flächen für anderes fehlten. Die Stadtwerke schaffen Gleisanlagen und Platz für einen täglichen 600 bis 700 Meter langen Ganzzug.

In Emmelsum sollen bis 2015 25 Hektar zusätzliche Fläche bereitstehen. Ein Logistiker, mit dem verhandelt wird, will das Terminal für den kombinierten Ladungsverkehr (Wasser, Schiene, Straße) rasch wieder aktivieren. Veraltete Anlagen (Kran, Gleise) werden ertüchtigt. Briese: „Der Standort muss seinen Ruf bekommen."

„Im Moment kann in dem Böschungshafen nicht viel passieren", so der Geschäftsführer zum Ölhafen. Ihn auszubauen, nötige Brücken zu errichten, koste zig Millionen - „wo sollen die herkommen?" Vielleicht könne man in kleinen Schritten vorgehen und mit einer Seite anfangen -Ansiedler locken, die keinen Bahnanschluss brauchen.

Nicht gegen, sondern mit den Nachbarhäfen will Briese arbeiten -  mit Duisburg. Kooperationseffekte könnten technisches Knowhow, das Generieren von Ladung und Ansiedler sein, die beim Nachbarn keinen Platz fänden. SPD-Fraktionschef Ludger Hovest forderte für den Geschäftsführer „jede mögliche Denk- und Gesprächsfreiheit". Bürgermeisterin Ulrike Westkamp erhofft durch Delta-Port einen „Riesenschub". Bei Planung und Genehmigung in fünf oder sechs Jahren zu denken, sei optimistisch, so Briese.jo

 

Jens Briese, Häfen-Geschäftsführer

 

„Kein Denkverbot" für den Delta-Port-Chef

Häfen-Geschäftsführerjens Briese bei der SPD zu Gast. Kurz nach Amtsantritt bewertet er den Stand der Dinge.

Von Thomas Hesse

 WESEL Noch ist nicht das letzte Häkchen unter den Vertrag für die Häfen-Gesellschaft gesetzt. Doch der Geschäftsführer von Delta-Port (Häfen Emmelsum, Rhein-Lippe, Stadthafen), Jens Briese, hat seine Arbeit begonnen. Gestern war er bei der SPD-Fraktion zu Gast, die für sich den ersten öffentlichen Auftritt des Hafen-Chefs verbuchen kann. Der neue Mann, gebürtiger Düsseldorfer, seit langem in Norddeutschland und zuletzt beim Jade-Weser-Port, hat nach drei Wochen im Amt kein fertiges Konzept und keine langfristige Strategie in der Schublade. In ruhigem fachlichen Ton machte er gestern klar: „Das Projekt Häfen muss langsam aufgebaut werden, der Standort muss einen Namen in der Branche bekommen. Das braucht Zeit." Die Freiheit dazu soll Briese bekommen, wenn man Ludger Hovest (SPD) folgt: „Es darf keine Denkverbote für den Geschäftsführer geben, keine Vorgaben, die in Planwirtschaft hineingehen." Aber: Die Politik mischt mit; der Branchenspott sagt, dass Briese mehr (politische) Aufsichtsratmitglieder hat als (acht) Mitarbeiter.

Zu den drei Häfen: Emmelsum läuft recht gut, für den verwaisten Kombinierten Vertriebs-Terminal (Wasser, Straße, Gleis) hat Briese einen neuen Logistiker an der Angel. 20 bis 25 Hektar Gewerbefläche sollen entstehen, dafür liegen Anträge aber brach. Es fehlen Aufschüttmassen. Briese, an der Weser Fachmann für Fördermittel, will die Chance nutzen, Geld hereinzuholen. Aber das Projekt muss fördertechnisch bis zum 30. Juni 2015 beendet sein. Gleis und Ladekran - „altes Schätzchen" - müssen verbessert werden.

Der Rhein-Lippe-Hafen Ölhafen auf Weseler Gebiet ist ein Sorgenkind. Dort ein richtiges Hafenbecken zu bauen, ist eine Rieseninvestition. Öltanks sind störend für Logistiker. Unternehmen ohne Gleisanschluss können derzeit angesiedelt werden. Ziel laut Briese: „In kleinen Schritten entwickeln."

Wesels Stadthafen bleibt im Dreier-Konzert Schütthafen mit ein wenig Stückgutumschlag, Die hohen Investitionen (Kaimauer) erforderten starke wirtschaftliche Nutzung, so Briese. Ein Mittel: neue Gleise im Hafen für Züge bis 700 Meter Länge. Ein sogenannter Ganzzug soll am Tag hier abgefertigt werden.

 

facebook Die SPD-Wesel in Facebook

Aktuelle Nachrichten der Bundes-SPD

Mittwoch, 19. April 2017

#GemeinsamGerecht

Sei Teil unserer digitalen Menschenkette für Gerechtigkeit und gute Arbeit. Zum 1. Mai werden wir auf SPD.DE e ...

Freitag, 31. Mrz 2017

Jetzt spenden!

Durch die extreme Dürre und anhaltende Gewalt in Afrika sind über 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht ...

Freitag, 31. Mrz 2017

Mehr Unterstützung für werdende Mütter

Schwangere und Stillende werden künftig besser unterstützt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) m ...

Donnerstag, 30. Mrz 2017

Mehr Lohngerechtigkeit! Endlich!

Du bekommst ungerechtfertigt weniger Lohn als Deine Kollegen? Bist Dir aber nicht so ganz sicher? Frauenministe ...