Gemeinsam für Wesel

Umbenennung der Hindenburgstraße wird in Willy – Brandt - Straße

Antrag zur Ratssitzung am 5. März 2013

Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender
Ludger Hovest, Fraktionsvorsitzender

 

Bürgermeisterin

Frau Ulrike Westkamp

18.Februar 2013

Antrag zur Ratssitzung am 5. März 2013

Umbenennung der Hindenburgstraße in Willy–Brandt-Straße

 

Sehr geehrte Frau Westkamp,

wir beantragen:

Die Hindenburgstraße wird in Willy–Brandt-Straße umbenannt.

Sollte dieser Antrag keine Zustimmung finden, beantragen wir, dass gemäß der Gemeindeordnung NRW, § 26 ein Ratsbürgerentscheid durchgeführt wird mit der Frage: Soll die Hindenburgstraße in Willy–Brandt-Straße umbenannt werden?

Begründung:

Herr Hindenburg gehört zu dem Personenkreis, der durch seine Politik den Nationalsozialismus gefördert und damit zum Ende der Weimarer Republik aktiv beigetragen hat.

Die Folgen dieser menschenverachtenden Politik sind bekannt.

Die Welt wurde in den 2. Weltkrieg getrieben und Millionen Menschen mussten ihr Leben lassen. Millionen jüdischer Mitbürger und politisch andersdenkender Menschen wurden verfolgt und ermordet.

Wesel wurde dem Erdboden gleichgemacht und komplett zerstört.

Der Stadtrat von Wesel hat vor vielen Jahren die Konsequenz gezogen und die Hindenburgstraße in Wesel umbenannt.

Im Rahmen der kommunalen Neuordnung ist von Voerde in Lippedorf die B8 mit dem Namen Hindenburgstraße in das Stadtgebiet Wesel eingegliedert worden.

Der Rat der Stadt Voerde hat nun beschlossen, die Voerder Hindenburgstraße in Willy–Brandt–Str. umzubenennen.

Die Stadt Dinslaken hat dieses schon vor einigen Jahren getan.

Wir Sozialdemokraten sind der Meinung, dass es nach Würdigung der Geschichte für Vesalia Hospitalis keinen Platz für eine Hindenburgstraße gibt.

Wir verweisen auf die Beschlüsse unserer Vorgänger im Rat der Stadt Wesel und sind stolz darauf, dass der Rat die Straßen Wesels nach Widerstandskämpfern und Widerstandskämpferinnen gegen den Nationalsozialismus benannt hat und diese durch Straßennamensgebungen gewürdigt hat.

Das ist der richtige Weg, dem Widerstand aus dem wertkonservativen, liberalen und sozialdemokratischen Lager ein ehrendes Gedenken zu bewahren.

Eine Hindenburgstraße passt nicht in unsere weltoffene Stadt Wesel.

Die SPD–Fraktion hat im Oktober 2011 die Diskussion über die Umbenennung der Hindenburgstraße angestoßen. Seitdem ist lokalpolitisch über dieses Thema diskutiert worden. Die CDU-Fraktion hat am 3.7.2012 ihre Zustimmung zur Umbenennung gegeben, wenn die Stadt Voerde ihre Straße umbenennt, umso eine interkommunale gleiche Namensgebung für die Straße zu erreichen. Die Stadt Voerde hat diesen Beschluss gefasst.

Die Verdienste des ehemaligen Bundeskanzlers und Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt sind bekannt.

Da sowohl die Städte Dinslaken und Voerde eine Willy-Brandt-Straße haben, schlagen wir zur Namensgebung „Willy–Brandt–Straße“ vor“.

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest

Fraktionsvorsitzender

 


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