Gemeinsam für Wesel

SPD Neujahrsempfang in der Aula der Musikschule Wesel

Pressespiegel

Fraktionsvorsitzender Ludger Hovest: Recht herzlichen Dank an alle Helfer, die bei der Vorbereitung des Neujahrsempfang dabei waren. Wir werden aktiv daran arbeiten, das Spektrum der Menschen, die wir erreichen wollen, zu erweitern.

Christiane Schoenefeld, NRW-Chefin der Agentur für Arbeit als Gastrednerin
Christiane Schoenefeld, NRW-Chefin der Agentur für Arbeit als Gastrednerin

 

 

Christiane Schoenefeld, NRW-Chefin der Agentur für Arbeit als Gastrednerin

Das Ehrenamt in Wesel stärken

Das kündigte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp beim Neujarsempfang der SPD an.Festrednerin Christiane Schönefeld referierte über Arbeit und Beschäftigung

Wesel. Arbeit und Beschäftigung standen im Mittelpunkt des SPD-Neujahrsempfangs in der Aula der Musik- und Kunstschule. Themen, die neben sozialer Gerechtigkeit seit 150 Jahren Markenzeichen der SPD seien, wie der Fraktionsvorsitzende Ludger Hovest in seiner Begrüßung sagte. Themen, die aber er natürlich auch nach 150 Jahren noch aktuell sind. Gastrednerin Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, zitierte Nachrichten, die immer wieder zu hören sind: vom Fachkräftemangel bis zum Schlecker-Drama. „Eine Fülle von Schlagwörtern, die deutlich macht, wie schwierig die Situation ist."

2012 gab es in NRW 734000 Menschen ohne Arbeit, zusätzlich rund 200000 in Qualifizierungsmaßnahmen, die „auf eine Arbeit hoffen", wie Christiane Schönefeld sagte. Zwar sei die Zahl der Beschäftigten enorm gestiegen. Das verbessere aber nicht zwangsläufig die Situation der Menschen. „Denn viele dieser Beschäftigungen sind Teilzeit-Jobs." Zudem benötigten zahlreiche Männer und Frauen trotz Vollzeitbeschäftigung aufstockende Maßnahmen, um leben zu können. ,Wir brauchen mehr Existenz sichernde Beschäftigungen", betonte sie und bekam dafür einen Zwischenapplaus.

Mehr Arbeitslose

Es gebe viele Potenziale wie etwa Zuwanderung oder Menschen mit Migrationshintergrund, „die vielleicht nicht perfekt Deutsch sprechen, aber andere Kompetenzen haben." Bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarung von Beruf und Familie oder Umschulungen seien ebenfalls nötig, um die Situation am Arbeitsmarkt zu verbessern. Im ersten Halbjahr 2013 werde die Zahl der Arbeitslosen in NRW leicht ansteigen, prognostizierte Christiane Schönefeld und führte das auf weniger Einstellungen in Unternehmen zurück. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Expertin einen Anstieg der Konjunktur.

Investitionen in Bildung und der Ausbau der Kinderbetreuung seien richtig und wichtig, sagte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. ,Wir sind optimistisch, die gesetzlich vorgegebenen Ansprüche in der U3-Betreuung erfüllen zu können." Dass die Montessori-Schule die Hansestadt „trotz zahlreicher Bemühungen" verlässt, bedauert sie, hat aber die ,Vision einer internationalen Schule für Wesel". Die Realisierungschancen hingen unter anderem von den Aktivitäten in der Schill-Kaserne ab. Nach wie vor wünsche sie sich auch eine Zweigstelle der Hochschule Rhein-Waal für Wesel. Laut Rektorin gebe es eine Chance ab 2014/2015. „Aber machen wir uns nichts vor. Dazu müssen die Kapazitäten in Kleve und Kamp-Lintfort ausgeschöpft sein."

Zahlreiche Projekte

Die Bürgermeisterin möchte das Ehrenamt stärken und dem Rat die Einführung der Ehrenamtskarte des Landes NRW vorschlagen. Zudem kann sie sich eine Ehrenamtsmedaille als Anerkennung besonders engagierter Menschen vorstellen. Zahlreiche Projekte in der Stadt werden im geplanten Zeit-und Finanzrahmen abgewickelt, so Westkamp weiter. Die Fußgängerzone werde dieses Jahr fertig, das Stadtentwicklungskonzept sei auf den Weg gebracht. Den Bahnhof, das Zitadellenviertel, die Hafengesellschaft und die Rheinbrückenbeleuchtung nannte sie als weitere Beispiele. „Und: Wesel ist nicht in der Haushaltssicherung."

 

 

Christiane Schoenefeld, NRW-Chefin der Agentur für Arbeit als Gastrednerin

 

SPD-Neujahrsempfang: Westkamp schlägt Ehrenamtsmedaille vor

Die Reden standen bereits im Zeichen der nahenden Wahlkämpfe. Als Gast sprach die NRW-Chefin der Bundesagentur für Arbeit über den Arbeitsmarkt.

WESEL Die SPD richtet sich bereits auf die Wahlkämpfe für den Bundestag 2103 und für die Kommune 2014 aus. Beim SPD-Neujahrsempfang in der Aula der Musikschule vor zahlreichen Gästen aus Verwaltung, öffentlichem Leben, Wirtschaft und Parteien spielte Bundestagskandidat und Innenstaatssekretär Dr. Ulrich Krüger die sozial- und rentenpolitische Karte aus. Seine Hinweis auf den Kampf gegen die Altersarmut und gerechte Entlohnung für Geringverdiener kennzeichneten die Koordinaten, zwischen denen sich die SPD-Kernmarke soziale Gerechtigkeit bewegt. Zwischenapplaus kam prompt auf.

Die Rede von Bürgermeisterin und Genossin Ulrike Westkamp, die beim Empfang ein breites Forum bekam, sowie die Begrüßung durch den Parteivorsitzenden Ludger Hovest waren sowohl politische Standortbestimmung als auch Leistungsbilanz. Der Fraktionschef äußerte „Stolz auf Wesel" und wandte sich gegen die politische Konkurrenz, die vermittele, „dass Vieles in der Stadt nicht funktioniert".

Ulrike Westkamp zog positive Bilanz der Projekte von Bahnhof bis Bislich. Ausgiebig unterstrich sie die Bedeutung des Ehrenamts, lobte Heimatvereine, Behinderten-Vertretung, Seniorenbeirat und den Weseler Boxclub wegen seiner Integrationserfolge. „Ich werde dem Rat vorschlagen, eine Ehrenamtsmedaille zu vergeben ebenso wie die Ehrenamtskarte des Landes einzuführen", sagte die Bürgermeisterin. Sie bekannte sich zu Europa sowie den Partnerschaften Wesels und gestand, dass sie bei der Ernennung zur Ehrenbürgerin von Ketrzyn „so gerührt gewesen bin, wie ich es von mir sonst nicht kenne".

Hoch angesiedelt ist für Westkamp die Bildungspolitik. Sie habe die Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, Klotz, für diese Woche eingeladen. Klar müsse aber sein: „Für eine Dependance in Wesel ist Voraussetzung, dass die Hochschulstandorte Kleve und Kamp-Lintfort ausgeschöpft sind." Das derzeit heftig debattierte Thema Tourismus und Aue kam nicht vor.

Gastrednerin Christiane Schönefeld, NRW-Chefin der Agentur für Arbeit, - sie bedauerte, dass Westkamp 2004 das Bürgermeisteram der ihr angetragenen Leitung der Agentur Solingen vorgezogen hatte - stellt dem Arbeitsmarkt im Lad ein gutes Zeugnis aus. Auch die Kurzarbeit sei begrenzt. Der Arbeitsmarkt im Kreis Wesel sei „eher unaufgeregt - trotz Bergwerkschlie-ßung". Man brauche Zuwanderung und wolle durch spezielle Beratung auch die schlecht ausgebildete Reserve erreichen. Schnell aufbrandenden Beifall bei der Aussage „man muss mehr für existenzsichernde Beschäftigung tun", ordnete Schönefeld so ein: „Aber man muss genau hingucken, was das heißt." Denn die Zahl der Betroffenen sei verhältnismäßig gering.

 

 

 

 

 

 

facebook Die SPD-Wesel in Facebook

Aktuelle Nachrichten der Bundes-SPD

Mittwoch, 22. Mrz 2017

„Demokratie braucht Mut“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Nazi-Vergleiche des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdog ...

Mittwoch, 22. Mrz 2017

Gerechtigkeit für die Opfer

Homosexuelle, die nach dem früheren Paragrafen 175 verurteilt worden waren, werden rehabilitiert und entschäd ...

Sonntag, 19. Mrz 2017

100 % Gerechtigkeit

Jubel der über 3.500 Delegierten und Gäste auf dem Berliner Parteitag – die Stimmung ist auf Betriebstemper ...

Sonntag, 19. Mrz 2017

+++Parteitag-Ticker+++

Im Parteitag-Ticker verfolgen, wenn die SPD auf ihrem Bundesparteitag ihren Parteivorsitzenden und ihren Kanzle ...