Gemeinsam für Wesel

Pressemitteilung

Abgrabungen Bislich- Vahnum

Die Grünen im Kreis Wesel und ihre Landratskandidatin haben in einer Pressemitteilung erklärt, dass sie jegliche Abgrabung im Bereich Bislich-Vahnum ablehnen. Wir bedauern diese reflexartige Reaktion. Die Grünen nehmen keine sachgerechte Abwägung der Fakten vor und stellen sich damit gegen die berechtigten Interessen der Menschen in Obrighoven und Lackhausen. Wir wollen die dort geplanten Auskiesungen verhindern, dazu braucht es nach Aussage von Herrn Tönnes, des ehemaligen grünen Chefplaners des Regionalverbandes Ruhr, Alternativstandorte.

 

Einer dieser Alternativen soll das Hochwasserschutzprojekt Vahnum sein:

 

  1. Naturschutz und Rohstoffgewinnung müssen kein Gegensatz sein. Es gibt zahlreiche Beispiele, wie Abgrabungsunternehmen in enger Kooperation mit Naturschutzorganisationen wie z.B. dem NABU ihre Abgrabungen so gestalten, dass schon während der Abgrabung und besonders am Ende bei der Renaturierung gute Ergebnisse für den Natur- und Artenschutz erreicht werden.
  2. Die Grünen behaupten, die Hochwassergefahr steige durch Abgrabungen. Das ist falsch. Abgrabungen haben vielmehr seit Beginn des letzten Jahrhunderts zu einer Verbesserung des Hochwasserschutzes beigetragen. Hochwasserschutz in Zusammenarbeit mit Abgrabungsunternehmen ist zudem ein Konzept, das auch von grünen Landes-Politikern erfolgreich umgesetzt wurde. So ist das Projekt „Polder Lohrwardt“ im Bereich der Stadt Rees ein vom Land mit fast 50 Mio. Euro unterstütztes Projekt unter vertraglicher Einbeziehung der Abgrabungsunternehmen. Initiiert unter der grünen Umweltministerin Bärbel Höhn und zu Ende gebracht vom Grünen Johannes Remmel.
  3. Es gibt etliche Konflikte mit geplanten Abgrabungsvorhaben im Kreis Wesel, so z.B. auch in den Weseler Ortsteilen Lackhausen und Obrighoven. Niemand will diese Abgrabungsgebiete, nicht die Weseler Politik, nicht die Unternehmen und schon gar nicht die Bürger. Wir bieten mit dem Hochwasserschutzprojekt Bislich-Vahnum eine Alternative zu den geplanten Auskiesungen in Obrighoven und Lackhausen. So können wir diese verhindern.

Dieses Projekt kann sowohl dem Hochwasser- und Naturschutz nützen als auch die Menschen in Obrighoven und Lackhausen und die dortige Landschaft vor weiteren Abgrabungen schützen.

Wer als Landrätin im Kreis Wesel Verantwortung übernehmen will, sollte sich für alle Kommunen, für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis stark machen und nicht reflexartig gegen ein gutes Projekt agitieren. Der Rat der Stadt Wesel hat dazu schon positive Beschlüsse gefasst, die Forderung nach einem solchen Projekt ist Beschlusslage der Stadt Wesel in der Stellungnahme zum Regionalplan. Demokratische Entscheidungen sollten respektiert werden, wenn man sich um ein demokratisches Amt bewirbt.

Ludger Hovest                                                                         Norbert Meesters

Fraktionsvorsitzender                                                            stellv. Fraktionsvorsitzender