Gemeinsam für Wesel

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Patrick te Paß

Sehr geehrte Frau Westkamp,

jedes Jahr stellen wir fest, dass die Eichenprozessionsspinner (EPS) unsere Wälder, Vorgärten und Parks besetzen. Gefühlt kommt es dabei zu einer ständigen Ausbreitung der Kolonien und damit einhergehend zu einer Beeinträchtigung für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Anzahl an Nestern scheint sich vervielfacht zu haben.

So berichten uns Anwohner der Reeser Landstraße in Flüren (vom Kreisverkehr an bis zum Ende der Sackgasse), dass sie Ihre Gärten nicht mehr nutzen können, da sie sonst Ausschläge auf der Haut erhalten. Diese werden hervorgerufen von den winzigen, nicht sichtbaren Härchen der Raupen, welche durch Wind aus dem angrenzenden Forst herausgetragen werden.

Daher beantragen wir im zuständigen Ausschuss einen Bericht bzgl. folgender Fragen:

  1. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um der Eichenprozessionsspinnerplage Herr zu werden?
  2. In welchen Fällen werden die Nester der EPS beseitigt?
  3. Gibt es einen zentralen Ansprechpartner, an den sich die Bürgerinnen und Bürger wenden können, um Nester im öffentlichen Raum zu melden oder weitere Informationen und Unterstützung bzgl. der Beseitigung von Nestern zu erhalten?

Als Partei, welche ihre Entscheidungen auch unter Umweltgesichtspunkten trifft, wollen wir natürlich auf den Einsatz von Pestiziden u.ä. möglichst verzichten. Daher bitten wir Sie zu prüfen, ob eine ökologische Schädlingsbekämpfung analog zu dem Vorgehen der niederländischen Gemeinde Groesbeek möglich ist. Hier wurden durch die gezielte Ansiedlung von Rotkehlchen, Blau- und Kohlmeisen Erfolge bei der EPS-Bekämpfung erzielt, da diese die Raupen schon in sehr frühen Stadien fressen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Patrick te Paß

Sachkundiger Bürger