Gemeinsam für Wesel

Geplante Altrhein-Anbindung sorgt in Wesel für Wirbel

RP Presseberichte

Norbert Meesters

Das geplante Naturschutz-Projekt sorgt in Wesel für Ärger. Die dortige SPD fürchtet, dass bei Hochwasser der Eyländer Weg geflutet wird.

Die geplante Anbindung des Xantener Altrheins an den Rheinstrom, der durch den Bau einer unter- sowie oberstromigen Anbindung erreicht werden soll und zum Zweck hat, dass das Gebiet an durchschnittlich 92 Tagen im Jahr von Wasser durchströmt wird (wir berichteten), sorgt für Diskussionen in Wesel. Denn die Pläne stoßen in der Kreisstadt nicht auf restlose Begeisterung. Die SPD befürchtet, dass damit der Eyländer Weg in Ginderich für ein Viertel des Jahres gesperrt bleibt.

 

Die Rundtour über die Straße ist bei vielen Weseler Radfahrern beliebt: Auf dem Deich bis Bislich, dort übersetzen, zurück vorbei am Naturforum Bislicher Insel des RVR vorbei an Ginderich bis zur Rheinbrücke. Der Eyländer Weg muss dabei genutzt werden. Norbert Meesters, Weseler Ratsherr, hat schon in seiner Zeit als Landtagspolitiker dafür gekämpft, dass die Straße genutzt werden kann – mit Verweis auch auf die beliebte Radroute und die Belange der Landwirte. Angesichts der nun konkreter werdenden Pläne warnt Meesters: „Diese Straße wird lange Zeit nicht nutzbar sein, wenn man nicht für eine Lösung sorgt.“ Er kann sich etwa vorstellen, den Weg von Ginderich nach Xanten höher zu legen. Entsprechende Pläne habe es beim RVR schon einmal gegeben. Offenbar seien diese Pläne verworfen worden – zu teuer? „Technisch gibt es Möglichkeiten, den Weg höher zu legen und mit Rohren für eine Durchlässigkeit für das Wasser zu sorgen“, sagt Ludger Hovest, SPD-Fraktionschef in Wesel. Aus Naturschutzsicht begrüßt Norbert Meesters, früherer umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die Ziele, aber er sagt auch: „Es muss dafür gesorgt sein, dass eine Wegeverbindung hochwasserfrei bleibt.“ Die einzige Alternativstrecke führt über Birten und sorgt bei Radlern für lange Umwege. Absurd findet Hovest die Planung auch, weil sich der RVR den Zugang zur eigenen Naturschutzstation versperren würde.

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