Gemeinsam für Wesel

Ludger Hovest "Ich teile die Sorgen um die Arbeitsplätze bei der Innogy-Tochter Westnetz nicht"

RP Pressebericht

Ludger Hovest

Innogy: Hovest (SPD) glaubt nicht an Arbeitsplatzabbau

Die FDP möchte, dass Stadtwerke Netze übernehmen.

Nachdem sich Vertreter von CDU, FDP und der Fraktion Wir für Wesel (WfW) bereits am Mittwoch zum Deal zwischen RWE und Eon gemeldet und ihre Sorge um den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen in der Kreisstadt geäußert hatten (wir berichteten), griff gestern auch SPD-Fraktionschef Ludger Hovest zum Telefon, um seine Meinung zu äußern. "Ich teile die Sorgen um die Arbeitsplätze bei der Innogy-Tochter Westnetz nicht und erwarte von der Gewerkschaft, von Betriebsrat und der Unternehmensleitung, dass sie, wie schon in der Vergangenheit, auch diesmal ordentlich mit dem Personal umgehen", so Hovest. Ansonsten werde die SPD ihre Stimme erheben.

Verwundert ist Hovest auch über die von CDU, FDP und WfW geführte "Geisterdiskussion" zum Thema Übernahme der kommunalen Stromnetze durch die Stadtwerke nach 2022, wenn der Konzessionsvertrag mit RWE frühestens gekündigt werden kann. "Wer weiß denn schon, was in vier oder fünf Jahren sein wird? Außerdem übernehmen Stadtwerke heute keine kommunalen Stromnetze mehr. Da gibt es intelligente Lösungen wie beispielsweise im niederrheinischen Goch, wo die Kommune mit dem Netzbetreiber eine passgenaue Gesellschaft gegründet hat."

Nach Friedrich Eifert (sachkundiger Bürger der FDP) meldete sich gestern zudem der neue FDP-Fraktionschef Peter Berns aus Wesel zu Wort. Vor dem Hintergrund des Deals zwischen Eon und RWE, wonach sich RWE aus der Region zurückziehe, "besteht für die Stadtwerke nunmehr die Chance und die Notwendigkeit, die Netze zu übernehmen. Denn ohne Stromnetz haben die Stadtwerke dauerhaft kaum eine Überlebenschance."