Gemeinsam für Wesel

Anwohner und SPD wollen sicheren Weg zum Bislicher Deich

NRZ Pressebericht

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Etliche Anwohner haben den Ortstermin dazu genutzt, ihre Erfahrungen mit den SPD-Politikern zu diskutieren.

 

 

Wesel.   Immer wieder gibt es hinter Flüren an der Deichauffahrt Unfälle. SPD und Anwohner fordern vom Kreis mehr Sicherheit für Radler und Fußgänger.

 

 

Es ist gefährlich an der Kreuzung Bislicher Straße und Deich (Marwick). Radfahrer aus Richtung Wesel oder Rees versuchen hier über die Straße auf den Deich zu gelangen, hunderte an den Wochenenden und an Fährtagen. Die Kurve ist kaum einsehbar, Autos und Motorradfahrer mit Tempo 100 unterwegs, wo 70 gilt.

Die SPD hat gestern Anwohner eingeladen, alle kennen das Problem und wissen um die Gefahr. Mehr als 30 von ihnen sind dem Aufruf von Fraktionschef Ludger Hovest und dem Flürener SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Patrick te Paß gefolgt. Tempo 50 für das ganze Stück Kreisstraße, Verengungen am Anfang und Ende des bewohnten Teils, eine Überquerungshilfe und Tempokontrollen sind die Forderungen, Patrick te Paß will demnächst den Antrag im Fachausschuss stellen. „Es hat in den vergangenen Monaten zwei schwere Unfälle mit dem Einsatz des Rettungshubschraubers gegeben“, sagt er.

Angst um die Kinder, die aus dem Bus steigen

Erst letzte Woche sind mehrere ausgebrochene Schafe überfahren worden, ein entsetzliches Bild. Menschen sind – diesmal – nicht zu Schaden gekommen. „Ich lasse meine Tochter hier nicht Inliner fahren“, sagt Kim Baumgard, die gegenüber der Deicheinfahrt wohnt. Vielen Radfahrern sei die Gefahr nicht bewusst, sie radeln einfach los, „neulich hätte ich fast jemanden angefahren“.

„Du hast hier keine Chance“, sagt Herbert Holzwarth. Es sind nicht nur die Fahrradfahrer, die in Gefahr sind: Mancher beklagt, dass er kaum aus seiner eigenen Ausfahrt herauskommt. Und da sind noch die beiden Bushaltestellen, direkt hinter der Kurve. Schulkinder steigen hier ein und aus, sie müssen die Straße überqueren. Und Ältere, die kaum schnell auf die andere Straßenseite hinüber huschen können.

Anwohner berichten von einem Senior, der mit seinem E-Scooter die Straße überquerte. Ein Motorradfahrer sah ihn zu spät, beide sind nach dem Unfall schon seit Wochen in der Klinik. „Meine Freundin ist schwer verunglückt“, nennt eine Frau einen weiteren Unfall. „Sie war auf dem Fahrrad, als es zum Unfall kam, sie ist für ihr Leben gezeichnet.“

Frühere Forderungen sind verhallt

Nicht allein die Kreuzung, auch der Deich selbst ist an Wochenenden gefährlich, beklagt Anwohner Werner Bollmann. „An Sonntagen ist er voller Radfahrer und die Autos fahren schnell, obwohl sie gar nicht auf dem Deich sein dürften“, sagt er. Wolfgang Hänel (SPD) hat schon einmal einen Antrag gestellt, um diese Kreuzung zu entschärfen. Zuständig ist der Kreis Wesel, „aber der reagiert nicht“. Viele hier haben Angst um ihre Kinder und Enkel. Und davor, dass Menschen sterben könnten, die von überall her mit dem Rad kommen, um auf dem Deich Niederrhein pur zu genießen. Hovest versprach, Druck zu machen. „Der Kreis kann sich nicht herausreden“, sagt er. An dieser Stelle der Bislicher Straße, aber auch in Höhe Einfahrt Grav-Insel, müsse etwas geschehen und zwar schnell. „Spätestens im Frühjahr muss das fertig sein, wir wollen nicht, dass noch mehr Zeit ins Land zieht.“

NRZ Pressebericht

Unfallschwerpunkt Bislicher Straße / Höhe Westerheide

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

für die SPD Bislich-Flüren ist die Sicherheit auf den Straßen ein Thema von enormer Bedeutung. Nicht zuletzt deswegen beobachten wir mit Sorge den Streckenabschnitt der Bislicher Straße zwischen der Kreuzung „Auf dem Mars“ und der Kreuzung „Westerheide“.

Dort hat sich erst vor kurzem wieder ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Auch wenn der Presse zu entnehmen war, dass ein Großteil der dort stattfindenden Unfälle auf „menschliche Fehler“ zurück zu führen sind, sind wir entschieden der Meinung, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Aus diesem Grund beantragen wir:

Auf dem Teilstück der Bislicher Straße zwischen der Straße „Auf dem Mars“ und der Straße „Westerheide“ wird eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h angeordnet.

Mit freundlichen Grüßen

Gez. Patrick te Paß
Vorsitzender der SPD Bislich-Flüren   

Ergänzungsantrag
Unfallschwerpunkt Bislicher Straße / Höhe Westerheide

Sehr geehrte Frau Westkamp,

hiermit nehme ich Bezug auf meinem Antrag vom 17. Oktober 2017, den ich wie folgt ergänzen möchte.

Wir haben vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern eine Versammlung zur Verkehrssicherheit an dieser Stelle durchgeführt und feststellen müssen, dass wir mit der Einrichtung einer Geschwindigkeitsbegrenzung vor Ort der Situation nicht gerecht werden. Aus diesem Grund wollen wir zusätzlich folgende Maßnahmen beantragen:

  • Die Straße ist baulich so zu verändern, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung notwendig ist. Wir vertreten die Ansicht, dass der Bereich um die Straße „Westerheide“ eine Ansiedlung ist und daher der Charakter der Straße entsprechend angepasst werden muss (Tempo 50, Parkmöglichkeiten, Fahrbahnverengung, Gehweg auf beiden Seiten, Ausbau der Beleuchtung usw.).
  • Um ein gefahrloses Einbiegen auf die Bislicher Straße zu ermöglichen, sind als Sofortmaßnahme Verkehrsspiegel anzubringen.
  • Auf der Bislicher Straße in Höhe der Dammzufahrt ist mindestens eine Querungshilfe einzurichten. Es ist zu prüfen, ob die Installation einer Bedarfsampel möglich ist.
  • In Zusammenarbeit mit der Kreispolizei soll regelmäßig eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt werden.


Mit freundlichen Grüßen

gez. Patrick te Paß
Vorsitzender der SPD Bislich-Flüren   


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