Gemeinsam für Wesel

Aufbringung von Gülle

Es wird zentimeterdick Scheiße aufgebracht, dass man keinen Grashalm mehr sieht.

NRZ 28. Februar 2017 Güllestreit - Hovest spricht jetzt von "Skandal"

Antwort auf dem Pressebericht von Herrn Wilhelm Neu:

Vorsitzender der Kreisbauernschaft Wesel
Herrn
Wilhelm Neu
Borggraf 1
46499 Hamminkeln

6. März 2017  

Sehr geehrter Herr Neu,

dass Sie an der Wirtschaftsförderungsausschusssitzung nicht teilgenommen haben, wird einen Grund gehabt haben. Schade!

Aus diesem Grund fasse ich den Sachstand korrekt zusammen:
Am Auedamm in Flüren ist im Oktober 2016 kein Missgeschick passiert, sondern Ihr Kollege hat den Güllehahn geöffnet, ist dann seelenruhig hin und her gefahren und hat den gesamten Deich mit Tausenden Litern Gülle zentimeterdick versaut.
Zur Deichsicherheit muss der Deich gepflegt werden, aber nicht mit Gülle. Die Deichpflege übernehmen Schafe und Ziegen. Wenn das nicht ausreicht, kann zusätzlich Stallmist oder Pellets aus Biogasanlagen eingesetzt werden. Der Einsatz von Pellets aus Biogasanlagen wird erfolgreich auf dem Flugplatz am Römerwardt praktiziert.
Die SPD-Wesel lehnt den Gülleimport aus Holland ab. Wie kommen wir dazu, die Gülle, die die Holländer nicht haben wollen, auf unsere Felder und Wiesen zu kippen?
Der Niederrhein wird deutlich mit Gülle überdüngt.
Das ist Frevel an der Natur!

Ich zitiere den Sprecher der Landwirtschaftskammer Bernhard Rüb vom 16.02 2017:
Die Landwirtschaftskammer hat im letzten Jahr 694 Verfahren wegen Überdüngung eingeleitet und Bußgelder in Höhe von 469.000 € verhängt.
Die Verfahren stiegen gegenüber 2015 um 44 %. Aufgrund der gesamten Situation wurde die „Güllepolizei“ von bisher 10 auf 20 Stellen erhöht.

Lieber Herr Neu, dass ist der Skandal am Niederrhein! Ich erwarte von Ihnen, als verantwortlichem Funktionär der Kreisbauernschaft deutliche Worte dazu.
Ein Wort zum Schluss: Verantwortungsbewusster Einsatz von Gülle, passgenauer Einsatz, um das Pflanzenwachstum zu fördern, ist okay.
Gülle in Übermaß, Gülle auf Flächen, die für Natur, Freizeit und den Menschen vorgesehen sind und Gülle in Trinkwasserschutzgebieten kommen für uns nicht infrage und wir werden das Thema mit den Menschen in Wesel sehr aufmerksam beobachten und verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest
Fraktionsvorsitzender

LOKALKOMPASS

 

Auf städtische Flächen in der Aue darf keine Gülle mehr!!!
Pressebericht der RP vom 3. März 2017 hier

 

 

Ausschuss für Wirtschaftsförderung am 2. März 2017

Sehr geehrte Frau Westkamp,
werte Kolleginnen und Kollegen,

dass Aufbringen von Gülle im Auebereich, wo Menschen sich erholen und an der Natur erfreuen, ist nicht nur ein Ärgernis, sondern ein Frevel an Mensch und Natur.
Das muss nicht sein und wir, der Rat der Stadt Wesel, haben es in der Hand, das Aufbringen von Gülle zu verbieten.

Die Vorlage der Verwaltung zur Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses am 2. März 2017 verwässert unser Anliegen leider völlig.

Irgendwelche zukünftigen Gülleverordnungen oder vermeintliche finanzielle Einbußen oder Stellungnahmen der Bezirksregierung sind nicht entscheidungsrelevant.
Die Menschen erfreuen sich an unserem stadtnahem Juwel Auesee wenn sie dort spazieren gehen. Sie erfreuen sich der Natur- und Tierwelt und möchten nicht, wochenlang die Gülle Pestilenz zentimeterdick im Bereich des Auesees ertragen müssen.

Was ist das für eine Politik? Im Sommer weiden auf den Deichen Schafs- und Ziegenherden zur Pflege Deiches und erfreuen den Erholung suchenden Menschen und sind eine Augenweide für Kinder.

Was machen wir auf der Fläche?
Es wird zentimeterdick Scheiße aufgebracht, dass man keinen Grashalm mehr sieht.
Die Grav Insel und Herr Seibt haben in Zusammenarbeit mit dem NABU dieses Verfahren auf der Rheinseite des Deiches geändert. Dort wird keine Gülle mehr aufgebracht, die Natur erholt sich und die Artenvielfalt wird in diesem Jahr explodieren.
Genau das muss der Rat/Verwaltung nach unserer Meinung auf seinen Grundstücken auch machen.

Andere Eigentümer in der Aue müssen gezielt angesprochen werden. Das Aufbringen von Gülle muss zukünftig verboten werden.

Aus diesem Grund schlagen wir folgenden Beschlussvorschlag für die Sitzung des Wifö am 2. März 2017 vor:

  • Auf städtischen Grünflächen wird keine Gülle aufgebracht.
  • Auf städtischen Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden, wird einmal im Jahr Gülle aufgebracht und unmittelbar danach untergepflügt. Der Aufbringer der Gülle hat das 2 Tage vorher anzukündigen, damit die Stadt die Ordnungsmäßigkeit überprüfen kann.
  • Alle relevanten Pachtverträge werden gekündigt und umgestellt.
  • Die Stadt Wesel wird in Gespräche mit Dritteigentümern im Bereich der Aue treten, damit diese genauso verfahren.


Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest
Fraktionsvorsitzender

Pressebericht RP

LOKALKOMPASS


facebook Die SPD-Wesel in Facebook

Aktuelle Nachrichten der Bundes-SPD

Freitag, 24. November 2017

Martin Schulz zur aktuellen Lage

Nach dem krachenden Scheitern der Jamaika-Sondierungen hat sich SPD-Chef Martin Schulz am Donnerstag mit Bundes ...

Montag, 20. November 2017

Es ist genügend Zeit

Nach dem Scheitern der Sondierungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen geht SPD-Chef Martin Schulz davon aus, d ...

Dienstag, 07. November 2017

Die #SPDerneuern: Unser Weg nach vorn

Das Präsidium hat am 6. November in erster Lesung den Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag im Deze ...

Freitag, 27. Oktober 2017

Fundamentale Erneuerung unserer Partei ist unabdingbar

SPD-Chef Martin Schulz kündigt eine tiefgreifende Erneuerung der Partei an. „2017 muss symbolisch stehen als ...