Gemeinsam für Wesel

Beseitigung von Kriegsschäden

"Selbstverständlich schließen wir die Bohrstellen. Aber es ist nicht einsehbar, dass für diese Kosten die Stadt Wesel aufkommen muss"

Sehr geehrte Frau Weiss,
sehr geehrte Frau Quik,
sehr geehrter Herr Reuther,


im Rahmen der Beseitigung von Kriegsschäden wurde die Trasse der Südumgehung in Wesel auf mögliche Bomben im Untergrund untersucht. Der Kampfmittelräumdienst, dem wir für seine Arbeit danken, hat nach Beendigung seiner Arbeit den Acker verlassen. Die Stadt Wesel muss jetzt für über 180.000 € die Bohrstellen wieder verschließen.

Selbstverständlich schließen wir die Bohrstellen. Aber es ist nicht einsehbar, dass für diese Kosten die Stadt Wesel aufkommen muss und nicht das Land bzw. der Bund.
Ich bitte Sie zu prüfen, ob diese Regelung richtig ist und zukünftig aufrechterhalten werden kann.

Die Stadt Wesel wird notgedrungen die Summe bezahlen. Aber wie geht es Privatleuten?

Wenn Privatleute solche Summen bezahlen müssen, ist der Bankrott zum Greifen nah.

Ich bitte Sie, sich um dieses Thema zu kümmern und hoffe auf eine baldige positive Nachricht von Ihnen, dass die Belange der Bürger*innen und Städte zukünftig berücksichtigt und diese finanziell entlastet werden.
 
Mit freundlichen Grüßen

Ludger Hovest
SPD-Fraktionsvorsitzender

 

NRZ Pressebericht

Bombenblindgänger

Stadt Wesel bleibt auf Kosten für Bohrlöcher sitzen

Petra Herzog

08.11.2017 - 20:06 UhrWesel.   Bis zu 180000 Euro sind nötig, um die entstandenen Löcher zu stopfen. Dazu muss aber erst ein Sanierungskonzept her. Kosten: etwa 4500 Euro.

Wesel ist eine gebeutelte Stadt, wenn es um Bombenblindgänger geht. Tausende solcher Sprengkörper schlugen während des Zweiten Weltkrieges in der Stadt an Rhein und Lippe ein und stecken zum Teil immer noch in der Erde. Dass in der damals zu 97 Prozent zerstörten Stadt kein Neubau möglich ist, ohne zuvor das Grundstück auf mögliche Bomben untersucht zu haben, gehört hier zum Alltag. So auch beim bald anstehenden Baubeginn der Südumgehung (Bundesstraße 58 N) am Fusternberg.